Aufstellen eines Trading Plans

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Aufstellen eines Trading Plans

Für viele ist der Handel mit Binären Optionen eine neue und aufregende Möglichkeit an den Finanzmärkten zu spekulieren und von Preisbewegungen zu profitieren. Die Einfachheit des Optionshandels, bei dem Sie eigentlich nur tippen müssen ob der Preis in Zukunft höher oder niedriger sein wird ist einer der Gründe warum sich so viele neue Trader mit diesem Thema beschäftigen. Außerdem sind sowohl die Gewinne als auch Verluste im Vorfeld bereits festgelegt. Das macht den Handel mit Binären Optionen noch wesentlich attraktiver für neue Händler und welche, die nach einer einfachen Trading Möglichkeit suchen. Ein wichtiger Ratschlag für alle Neulinge und alle, die von einer anderen Anlageform zu Binären Optionen zu wechseln ist das Aufstellen eines Trading Plans bevor man wirklich mit dem Handel anfängt.

Der Handel mit Binären Optionen lässt im Gegensatz zum traditionellen Handel den Zeitfaktor eine große Rolle spielen. Das heißt, dass der genaue Zeitpunkt wann eine Option verfällt darüber entscheidet ob sie im oder aus dem Geld landet. Für neue Binäre Optionen Händler sollte das des Trading Plans sein. Während es relativ einfach ist mit der richtigen Strategie zu bestimmen ob der Preis steigen oder fallen wird, ist es umso schwerer zu sagen ob der Preis auch zum Verfallszeitpunkt noch gefallen oder gestiegen sein wird. Und genau das ist bei der Planung entscheidend.

Momentum, Swing Trading und die Auswahl der Verfallszeiten

Eine fundierte Strategie zu entwickeln ist der absolut entscheidende Teil um beim Binäroptionshandel erfolgreich zu werden. Auf welche Strategie Sie sich auch immer verlassen wollen, Sie müssen diese unbedingt auf den Zeitfaktor abstimmen. Wenn Sie sich zum Beispiel mit der Scalping Strategie behaupten wollen und diese vielleicht schon beim Forex- oder CFD Trading praktiziert haben, dann ist es auf jeden Fall wichtig auf Optionen mit kurzen Laufzeiten zu setzen. Diese können so klein wie 60 Sekunden sein. Ein Zeitraum, der ausreichend ist, dass sich ein Momentum Scalper den richtigen Trade aussucht und bereits eine Minute später wieder schließt. Wenn Sie sich dazu entscheiden mit längeren Preisbewegungen zu handeln, sollten Sie eher Optionen mit mehreren Stunden oder sogar Tagen wählen. Es sollte auf jeden Fall noch einmal erwähnt werden, dass es bei Binären Optionen auf Bruchteile einer Sekunde ankommen kann und dass das Timing deshalb so wichtig ist.

Bauen Sie eine Exit Strategie ein um Geld zu sparen

Einen Plan zu haben wenn sich ein Trade in die falsche Richtung bewegt und Sie Gefahr laufen, dass die Option aus dem Geld landet ist genauso wichtig wie gewinnbringende Optionen überhaupt erkennen zu können. Es gibt keine Stop-Losses, die Sie einbauen könnten, aber einige Optionen wie etwa Anyoption bieten die Möglichkeit Optionen wieder abzugeben, die sich aus dem Geld befinden. Manche Trader bevorzugen die „set-and-forget“ Strategie und möchten anschließend nicht mehr eingreifen. Das ist die Strategie, die am wenigsten Stress verursacht, aber einige Trader wählen doch die Möglichkeit selbst noch eingreifen und den Trade beeinflussen zu können. In diesem Fall bieten Binäre Optionen Hedging Möglichkeiten, die effektiv in den Trading Plan mit eingebaut werden kann. Eine Position zu hedgen (also eine Position einzugehen, die in genau die andere Richtung geht) garantiert unter den richtigen Bedingungen eine ausgeglichene Gewinn/Verlust Position. Der Gewinn kompensiert große Teile des Verlustes und miniert diese entsprechend.

Der Trading Plan als Grundlage für erfolgreiches Trading

So entwickeln Sie einen effizienten und sinnvollen Trading Plan

Um einen Trade umsetzen zu können, sollten Sie sich immer nach einem vorher festgelegten Plan verhalten. Doch wie sieht dieser Trading Plan im Detail aus?

Schauen Sie sich dazu mein Video an und lernen Sie, was wirklich wichtig für den Aufbau eines Trading Plans ist und welche Bestandteile er enthalten sollte.

Was ist ein Trading Plan? Benötigen Sie so etwas überhaupt, und ist es sinnvoll? Darum geht es in diesem Video.

Hallo und herzlich willkommen auf Kagels-trading.de.

Mein Name ist Philipp Greineder, und ich vertrete zusammen mit Herrn Kagels die Ausbildung für Trader und aktive Anleger.

Dieses Video ist in drei Bereiche unterteilt. Zuerst werden wir über den Trading Plan allgemein sprechen, das heißt, woraus besteht er, wie erstellt man ihn, was sollte er enthalten und wie setzt man dies entsprechend um.

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Im zweiten Teil betrachten wir die Bestandteile eines Trading Plans und gehen auf die einzelnen Kategorien ein.

Im dritten und letzten Teil möchte ich mit Ihnen über den Sinn und die Ziele eines Trading Plans diskutieren und erörtern, wie Sie am besten damit umgehen.

Wie können Sie sich einen Trading Plan vorstellen?

Es handelt sich tatsächlich um einen Plan, eine Art Konstruktionsplan. Dies können Sie sich am besten vorstellen, wenn Sie einen Piloten betrachten, der sein Flugzeug durchcheckt. Er hat ein Buch, in dem alles Wichtige steht, was er kontrollieren und aufschreiben muss, bevor er mit seiner Maschine auf das Startfeld rollt.

Genau das ist auch der Trading Plan: Dabei handelt es sich um eine Liste, die Sie schrittweise nacheinander abarbeiten, um danach zu starten, indem Sie eine Position im Markt eröffnen.

Ein Trading Plan muss handschriftlich festgelegt werden. Verwenden Sie dazu einen Block oder ein Notizbuch, und schreiben Sie alles persönlich auf. „Persönlich“ bedeutet, dass Sie Ihre eigenen Ansichten aufschreiben. Das bedeutet aber nicht, dass dieser Trading Plan für Ihr gesamtes Tradingleben Gültigkeit behalten wird.

Ein Trading Plan muss verbessert werden, er muss detaillierter und zielgerichteter werden, und das ist im Grunde der springende Punkt: Er muss möglichst zielgerichtet sein.

Das Ziel eines Trading Plans besteht darin, Ihr Risiko zu beschränken und Ihre Gewinne zu maximieren.

Was sollte ein Trading Plan beinhalten?

Kommen wir nun zum Inhalt eines Trading Plans: Der Inhalt eines Trading Plans kann in vier Hauptkategorien eingeteilt werden und zwar in

  1. Chartanalyse
  2. Fundamentale Analyse
  3. Money-Management
  4. Trading-Psychologie

Diese wichtigen Aspekte werden wir nun besprechen. Beginnen wir mit der Chartanalyse.

Der Plan für die Chartanalyse

Die Chartanalyse besteht aus klar unterscheidbaren Komponenten, die letztlich immer gleich bleiben. Diese können Sie grundsätzlich nach gleichbleibenden Mustern und Abläufen vollziehen und jeweils abhaken. Wie könnte dies konkret aussehen? Zur Erläuterung soll ein eigenes Beispiel dienen:

In meinem Trading Plan steht zuerst ein Punkt, der heißt: Vom Groben ins Feine. Damit meine ich, dass der bevorzugte Zeitrahmen, in dem ich trade, der 4-Stunden-Chart ist, dass heißt also, dass bei mir eine Kerze einen Zeitraum von vier Stunden umfasst.

Wenn ich nun beginne, ein Produkt zu analysieren, schalte ich zuerst einen Zeitrahmen höher, also sozusagen ins Grobe. Von diesem Groben aus beginne ich meine erste Analyse. Ich analysiere also das Trendverhalten, ob der Kurs steigt oder fällt. Ich analysiere die Widerstandszonen, also Bereiche, an denen der Kurs abprallt oder an denen er Reaktionen hervorruft. Wenn ich das erledigt habe, was ich mir natürlich einzeichne, schalte ich einen Zeitrahmen herunter, also ich schalte vom Tageschart wieder in den 4-Stunden-Chart.

Im 4-Stunden-Chart mache ich nun dasselbe, d.h. ich schaue mir wieder den aktuellen Trend an und die Zonen, die wichtig sind, und ich zeichne mir dann alle relevanten Faktoren ein. Dieser Aspekt ist deshalb wichtig, weil ich somit verhindere, dass ich gegen den Trend im Tageschart handle.

Gehen wir einmal davon aus, Sie haben einen fallenden Kurs, und dieser fallende Kurs wird im 4-Stunden korrigiert; das heißt, dass der Tageschart zwar immer noch einen fallenden Kurs aufweist, was aber im 4-Stunden-Chart etwas anders aussehen kann.

Analyse vom hohen Zeitrahmen zum niedrigen Zeitrahmen

Sie müssen sich das so vorstellen, als hätten Sie vom Tageschart in den 4-Stunden-Chart eine Lupe benutzt, Sie haben also mehr Information. Und innerhalb dieses 4-Stunden-Charts kann es durchaus sein, dass eine leichte Bewegung nach oben sichtbar wird, eine sogenannte Korrektur, d.h. der Preis erholt sich kurzzeitig.

Für Sie ist das nun verwirrend, denn Sie nehmen diese Korrektur wahr und schließen daraus fälschlicherweise, dass Sie es mit einem steigenden Kurs zu tun haben. Dies passiert Ihnen aber nicht, wenn Sie vorher die Analyse des Tagescharts vorgenommen haben, so dass Sie erkennen können, dass es sich immer noch um eine fallende Tendenz handelt, so dass auch im 4-Stunden-Chart eine Shortposition bevorzugen sollten.

Im charttechnischen Bereich benötigen Sie jedenfalls einen Vorgang, der es Ihnen ermöglicht, diesen Bereich sukzessive abzuarbeiten. Das kann so geschehen, wie ich es handhabe, indem ich vom Groben ins Feine gehe. Es kann aber auch wesentlich detaillierter sein. Das ist letztlich eine Frage des jeweiligen Typus, aber es hängt auch von Ihrer Disziplin ab. Je undisziplinierter Sie sind, desto mehr Einzelaspekte sollten Sie heranziehen, die Sie nacheinander abarbeiten.

Die Analyse eines Kursverlaufes ist in den meisten Fällen der erste Schritt zu Ihrem Trade. Auch die Chartanalyse sollten Sie einem immer gleichen Muster unterstellen. Beginnen Sie zum Beispiel immer in einer hohen Zeiteinheit (Timeframe) für die übergeordnete Chartanalyse und wechseln Sie dann in den niedrigeren Zeitrahmen für die Umsetzung des Trades. Ist die H4 Darstellung (4 Stunden Chart) Ihr bevorzugtes Zeitintervall für das Trading, analysieren Sie auch unbedingt den D1 Chart (Daily Chart oder Tageschart) für den übergeordneten Zeitrahmen mit.

Sichern Sie Ihre Einstiege technisch ab und denken Sie unbedingt über folgende Fragen nach:

  1. Stimmen Trendrichtung im H4 und D1 überein?
  2. Liegt Ihr Einstieg mit oder gegen Trendrichtung ?
  3. Sind Widerstandszonen im D1 und H4 gleich/ähnlich?
  4. Liegt Ihr Signal nahe einer Widerstandszone im H4, D1 usw.?

Ziel dieser Fragen und Denkweisen ist es, Ihren Trade auf eine solide technische Grundlage zu stellen. Auch haben diese Überlegungen einen großen Einfluss auf Ihr Money Management.

Der Plan für die fundamentalen Analyse

Ähnlich funktioniert es bei der fundamentalen Analyse. Es gibt eine Vielzahl von Wirtschaftskalendern, wobei wir Ihnen einen verlinkt haben. Diese können Sie in Bezug auf wichtige Nachrichten für die kommenden Handelswochen durchsehen.

Wenn Sie nicht genau wissen, wie Sie die einzelnen Nachrichten einschätzen sollen, welche wichtig sind und welche nicht, empfehle ich Ihnen die Filterfunktion dieses Wirtschaftskalenders. Mit diesem Tool können Sie die Wichtigkeit einer Nachricht festlegen. Diese Einstellung ist für Anfänger nicht schlecht, da sie bereits damit bereits vorgewarnt sind.

Auf lange Sicht sollten Sie sich allerdings mit den wichtigsten Nachrichten auseinandersetzen. Wenn man diese Nachrichten anklickt, öffnet sich ein Unterfenster, so dass Sie die Einzelheiten nachlesen können.

Wichtige Nachrichten sind Entscheidungen der Zentralbanken, oder die Arbeitslosenquote, was zum Zeitpunkt der Veröffentlichung sehr hohes Volumen im Markt hervorrufen wird, auf das Sie reagieren können. Diese Nachrichten, die Sie ausgefiltert haben, gehören ebenfalls in den Trading Plan. Schreiben Sie dies auf.

Sie können sich zum Beispiel einen Tag heraussuchen und mit dem entsprechenden Stichpunkt versehen, der dann im Trading Plan vermerkt wird. Da könnte beispielsweise stehen, dass am Donnerstag die Zinsentscheidung der EZB zu erwarten ist. Entweder passen Sie bereits vorher Ihre Order an, falls Sie bereits eine Position halten, oder Sie warten diese Bewegung einfach ab.

Politische Entscheidungen sind wichtig

Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der politische Bereich. Jedes am Markt gehandelte Produkt unterliegt Einflüssen von außen. Es handelt sich nicht nur um Nachrichten, die auf gewissen Zahlen basieren, sondern es geht auch um weltpolitische Ereignisse.

Im Währungsbereich (im Forex-Bereich) sind dies beispielsweise Beziehungen zwischen Ländern. Kürzlich war zum Beispiel das Treffen von Donald Trump und Kim Jong-Un sehr wichtig. Wichtig sind auch Wahlen. Diese können Sie bereits vorher recherchieren, und diese gehören ebenfalls als Datum in Ihren Kalender markiert.

Warum ist das wichtig?

Ich gebe Ihnen ein Beispiel: Vor einigen Monaten waren Wahlen in Frankreich. Zu diesem Zeitpunkt war nicht klar, wie diese Wahlen ausgehen werden. Die Wahlen waren am Wochenende, das heißt, dass der Kurs eingefroren ist, und auch Ihre Position ist eingefroren. Sie können also nichts verändern an Ihrer Position und müssen warten, bis die Börse wieder öffnet.

Das Problem daran ist nun folgendes: Wenn eine Wahl stattgefunden hat und die ersten Auszählungen veröffentlicht worden sind, kann man davon ausgehen, dass wir eine steigende Kursentwicklung zu erwarten haben, wenn sich eine pro Euro orientierte Regierung durchsetzt, und das ist ja in Frankreich der Fall. Da Frankreich ein wichtiges Euro-Land ist, ruft dies eine Wertsteigerung des Euro hervor.

Problematisch dabei ist, dass die Börsen in diesem Fall geschlossen sind. Der Preis des Euro steigt also, aber die Börsen sind geschlossen. Was dann passiert, ist eine sogenannte Gap-Situation, es entsteht also eine Kurslücke. Das haben Sie bestimmt schon oft gesehen, wenn die Kurse mit einem Sprung nach oben oder unten eröffnen.

Kurslücken sind gefährlich

Die Problematik an dieser Situation für Sie ist, dass Ihre Position aufgrund des Verluststopps nicht geschlossen werden kann. Wenn Ihr Stop-Loss also irgendwo zwischen der heutigen Eröffnung und dem gestrigen Schlusskurs platziert ist, kann diese Order nicht dort ausgeführt werden, wo Sie es vorgesehen haben, sondern Ihre Position kann stattdessen aufgrund der Kurslücke nach oben erst zur Eröffnung geschlossen werden. Daher fällt Ihr tatsächlicher Verlust wegen der relativ großen Kurslücke viel höher aus, als Sie es ursprünglich geplant hatten. Das ist ein sehr wichtiger Faktor, der in Ihren Trading Plan gehört.

Vor derartigen Ereignissen müssen Sie sich unbedingt schützen. Wenn eine wichtige Veröffentlichung ansteht, ist es also besser, dass Sie Ihre Position noch vor dem Wochenende mit einem kleinen Verlust oder mit einem kleinen Gewinn oder im positiven Fall mit einem großen Gewinn schließen, anstatt einen großen Verlust zu riskieren.

Jedes handelbare Produkt unterliegt den unterschiedlichsten äußeren Einflüssen. Diese können wirtschaftlicher oder politischer Natur sein und sind häufig aktuelle Ereignisse (News). Diesen Entwicklungen sollten Sie unbedingt Ihre Aufmerksamkeit schenken und Ihre Handelsentscheidungen entsprechend anpassen.

Können diese Auswirkungen nicht tatsächlich abgeschätzt werden, halten Sie Ihr Risiko gering, oder schließen Sie Ihren Trade bereits vorher. (z.B. US-Notenbanksitzung oder EZB-Sitzung).

Ist Ihr Money Management für eine eventuelle starke Gegenbewegung ausgelegt?

Der Plan für das Money-Management

Nun wenden wir uns dem Money-Management und Risiko-Management zu.

Eigentlich habe ich es soeben bereits angesprochen. Das Money-Management wird von Anfängern häufig außer Acht gelassen, es ist aber enorm wichtig, denn dieser Bereich entscheidet zum großen Teil über Ihre Gewinne und auch über Ihre Verluste.

Hierzu sollten Sie auf jeden Fall alles detailliert in Ihrem Trading Plan festhalten. Wenn Sie schon mit Ihrem Kapital – also mit Echtgeld – handeln, würde ich Ihnen empfehlen, dass Sie maximal 1 -2 % Risiko pro Trade eingehen, und das ist bereits sehr viel. Dies ist wiederum abhängig vom Zeitfenster, in dem Sie handeln: Wie lange möchten Sie handeln, wie lange ist das Zeitfenster?

Es ist logisch, dass Sie im 5-Minuten-Chart wahrscheinlich eher kürzer handeln als im Tageschart, denn Ihre Analyse-Range ist im Tageschart natürlich viel größer als im 5-Minuten-Chart. Damit möchte ich Sie darauf aufmerksam machen, dass Sie Ihren Einsatz von der Zeiteinheit Ihres Analyse- und Trade-Timeframes abhängig machen sollten. Das heißt, wenn Sie sich kleiner orientieren, können Sie Ihre Standard-Einsatzgröße nehmen. Je größer der Timeframe ist, desto kleiner wird auch Ihr Einsatz. Das gehört zum Beispiel auch in Ihren Trading Plan.

Durch die Chartanalyse, haben Sie einen Handelssignal erhalten, welches Sie nun entsprechend finanzieren müssen. Machen Sie sich vorweg Gedanken, wie viel Spielraum und wie lange Sie den Trade halten wollen.

  1. Welche Ziele hat Ihre Position?
  2. Ein kurzer Scalp, der nur eine paar Pips mitnehmen soll?
  3. Oder wollen Sie mit auf einen Trend aufspringen?

Abhängig von dieser Planung, sollten Sie Ihren Einsatz und Ihre Risiken bestimmen. Halten Sie sich hierbei unbedingt an Ihre persönlichen Regeln. Hierfür eignet sich ein handschriftlich niedergeschriebenes Regelwerk, welches Ihnen stets vor Augen liegt.

Der Plan für die Trading-Psychologie

Der letzte Bereich ist die Trading-Psychologie. Das ist ein sehr schwieriger Bereich, und es dauert am längsten, diesen zu erfassen.

Eine Thematik, die meistens vergessen wird, ist das sogenannte Verlust-Framing. Das Verlust-Framing beschreibt eine Situation, die mit einem enorm großen Verlust verbunden ist.

Stellen Sie sich einmal vor, dass Sie einen Trade eröffnen, den Sie verlieren; sie öffnen einen weiteren Trade und verlieren auch diesen. Auch der dritte Trade bringt Ihnen Verlust. Sie kommen also von einem Verlust in den nächsten.

In der Folge dieser Verlusterfahrungen tritt folgendes ein: Sie sind nun so Risiko bereit, weil Sie inzwischen so viel verloren haben, dass Sie jetzt noch viel mehr zu riskieren bereit sind. Es kann aber auch sein, dass Sie den großen Verlust unbedingt wieder hereinbekommen wollen. Sie denken, Sie müssen den Verlust irgendwie wieder hereinbekommen, was ebenfalls Ihre Risikobereitschaft massiv erhöht.

Sich so zu verhalten, ist ein sehr großer Fehler, denn in mindestens 95 % der Fälle geht das nicht gut. Am schlimmsten daran ist, dass Sie mit diesem riskanten Verhalten Ihr Konto relativ schnell leerräumen werden.

Was ist bei Verlust-Trades zu tun?

Halten Sie also in jedem Trading Plan schriftlich fest, was Sie im Falle eines Verlusts tun werden. Schreiben Sie hinein, was Sie während der Dauer eines Trades machen werden. Stellen Sie sich dabei folgende Fragen:

  • Was tun Sie, wenn Sie Ihre Position eröffnet haben? Fangen Sie dann an, Ihre Positionen zu modifizieren?
  • Erhöhen Sie das Risiko oder das Gewinnziel?
  • Haben Sie sich aufgrund der Betrachtung eines anderen Charts spontan dazu entschlossen, einen weiteren Trade einzugehen?

Solche Verhaltensweisen sollten Sie unbedingt vermeiden, indem Sie es in einem präzisen Trading Plan festhalten, um dem einen Riegel vorzuschieben.

Welcher Trader-Typus sind Sie?

Befassen Sie sich unbedingt mit Ihren Trader-Typus und lernen Sie früh, Ihre persönlichen Regeln einzuhalten. Hierfür eignet sich ein persönliches „Tradingbook“. Eine Art Tagebuch, in dem Sie aber viel mehr Ihre Erfahrungen mit sich selbst festhalten und Vorschläge bzw. Regeln für sich selbst aufstellen.

  1. Wie verhalten Sie sich zum Beispiel während einer offenen Position?
  2. Bleiben Sie stundenlang vor Ihrem Bildschirm sitzen und beten für eine sprechende Bewegung?

Vor allem Neulingen fällt es schwer, sich während des eigentliches Trades unter Kontrolle zu halten. Oft wird nachträglich mehr Risiko eingegangen, oder schlimmer noch, nachgesetzt.

Vermeiden Sie solche Fehler und halten Sie sich unbedingt an Ihre eigenen Regeln.

Abschließende Bemerkungen zum Trading Plan

Wir fassen noch einmal zusammen, was bisher erörtert wurde und sprechen dann über den Sinn und das Ziel eines Trading Plans.

Ein Trading Plan muss immer handschriftlich angefertigt werden. Das ist besonders wichtig. Er muss immer für Sie greifbar sein und sollte Sie an jedem Tradingtag begleiten. Der Trading Plan sollte auf jeden Fall die Chartanalyse, die fundamentale Analyse, das Money- und Risiko-Management und den psychologischen Teil umfassen. Der Trading Plan muß absolut klar formuliert sein, wie dies hier erläutert wurde.

Zum Schluss wollen wir darüber sprechen, wie sinnvoll ein Trading Plan ist.

Wie sinnvoll ist ein Trading Plan?

Ich halte den Trading Plan für äußerst sinnvoll und zwar aus vor allem aus zwei Gründen:

Vor allem sage ich dies aus eigener Erfahrung. Zu Beginn der ersten beiden Jahre meines Trading hatte ich sehr viel mehr verloren als ich gewonnen hatte.

Das hatte einerseits den Grund, dass ich dem zuvor besprochenen Verlust-Framing total erlegen war und das planlose Traden ausgeübt habe. Das heißt, ich wusste eigentlich überhaupt nicht, was ich da tue und habe mich in irgendwelchem Bereichen verrannt, ohne das große Ganze zu sehen.

Mit dem Trading Plan habe ich das Ganze strukturiert. Ich musste es strukturieren, um es festzuhalten. Ich habe es mir in Module und Unterbereiche eingeteilt und somit mein Trading strukturiert.

Auf diese Weise habe ich einen Ablauf geschaffen, den ich immer wieder und regelmäßig abarbeite und somit wesentlich zielführender arbeite, als wenn ich sozusagen aus dem Bauch heraus handeln würde.

Nehmen Sie dies als Beispiel. Schreiben Sie alles klar und sauber auf, und arbeiten Sie daran. Ein Trading Plan wird mit der Zeit immer besser und immer ausführlicher.

Mit dem Trading Plan mit Disziplin entwickeln

Das zweite große Thema ist die Disziplin. Disziplin ergibt sich bereits aus der Arbeit am und mit dem Trading Plan. Indem Sie alles aufschreiben, alles zusammenfassen und dann noch strukturieren, arbeiten Sie kontinuierlich und diszipliniert an Ihrem Trading Plan. Selbst wenn Sie diesen nicht immer bei sich haben, kennen Sie Ihren Trading Plan und laufen irgendwann nach diesem Muster. Und genau das ist sehr wichtig, denn Disziplin spielt eine entscheidende Rolle im Trading.

Arbeiten Sie an sich und an Ihrem Trading Plan, und Sie werden merken, dass Sie mehr Erfolg haben in Ihrem Trading.

Ich bedanke mich für Ihre Aufmerksamkeit. Wenn Sie Lust haben, mehr aus dem Bereich Trading zu lernen, können Sie unsere Tradingschule aktuell kostenlos testen. Schauen Sie rein und beschäftigen Sie sich mit den ersten drei Modulen, damit Sie einen ersten Eindruck gewinnen können.

Bevor Sie im Markt mit einem Trade aktiv werden, soll der Trading Plan dazu dienen, jeden Bereich Ihrer Analyse abzudecken und auf einen gemeinsamen Nenner zu bringen. Sie sollen dadurch Sicherheit und Struktur bei der Umsetzung Ihres Trades erhalten. Die Bestandteile eines Trading Plans setzen sich aus der Chartanalyse, der fundamentalen Analyse, dem Money Management und der Trading Psychologie zusammen.

In der folgenden Grafik sehen Sie die wichtigsten Bestandteile des Trading Plans im Überblick:

Ein Trading Plan kann in gewissen Bereichen sehr gut vorgegeben werden. Spätestens der psychologische Part hängt aber einzig und alleine von Ihnen ab. Konzentrieren Sie sich auf Ihre Ziele und arbeiten Sie stets an Ihren Schwächen.

Aufstellen eines Trading Plans

Alles schön und gut – aber was hat das mit Trading zu tun? Eine ganze Menge: Für die Verwirklichung des Traums vom Eigenheim bedarf es einer soliden, realistischen Planung. Diese beginnt bereits vor dem eigentlichen Bau des Hauses und umfasst verschiedene – allen voran finanzielle – Aspekte.

Das Gleiche gilt für den Traum, ein erfolgreiches Trader-Leben führen zu können. Auch hier geht es um Freiheit und auch hier gilt: Wer sich ohne Vorbereitung und gründliche Kenntnisse in den Markt stürzt, wird bitter enttäuscht werden – analog zum Bauherrn, der ohne Bauplan und genügend Eigenkapital vor dem Ausheben des Kellers mit dem Bau des Dachs beginnt.

Der folgende Beitrag soll zeigen, welche Elemente ein Trading-Plan enthält, welche Vorteile er bietet und warum er eine wichtige Voraussetzung für den langfristigen Erfolg an der Börse darstellt.

Was ist ein Trading-Plan?

Trading ist kein Spaß, keine Lotterie und kein Glücksspiel. Trading ist ein Geschäft. Es geht schließlich darum, sein eigenes Kapital zu riskieren und möglichst effizient an den Märkten einzusetzen. Das einzige Ziel der Trading-Tätigkeit ist dabei die stetige, risikobewusste Erhöhung des eingesetzten Kapitals.

Was sich zunächst etwas banal anhört, ist in Wirklichkeit die Basis für den Erfolg. Denn wäre das Trading reine Lotterie, könnte man den Erfolg nicht planen. Ginge es dagegen nur um Spaß, so wäre ein konkreter Plan wohl überflüssig.

Da es sich aber um ein echtes Geschäft handelt, ist die richtige Planung für den langfristigen Erfolg das A und O. Der TradingPlan fungiert als eine Art Business-Plan, der alle Einzelheiten des Vorhabens definiert.

Wie im „normalen“ Geschäftsleben werden hier alle finanziellen und organisatorischen Maßnahmen in einem Regelwerk zusammengefasst, das als roter Faden für den täglichen Kampf an den Märkten dient: die Ausgangslage, die Ziele, die Zeit- und Ressourcenplanung, ebenso wie konkrete Umsetzungsmaßnahmen und Kontrollmechanismen.

Um Missverständnissen von vornherein aus dem Weg zu gehen: Der Trading-Plan ist nicht gleichzusetzen mit einer Trading-Strategie. Letztere beschreibt lediglich eine bestimmte Handelsmethodik sowie deren Ein- und Ausstiegsregeln und ist damit nur ein Baustein von vielen innerhalb des gesamten Trading-Plans.

Wer braucht einen Trading-Plan?

Dass ein Trading-Plan allein kein Garant für Erfolg an den Märkten ist, dürfte jedem einleuchten. Es zeigt sich aber, dass aktive Trader mit einem Plan langfristig besser abschneiden als diejenigen Mitstreiter, die ohne einen Trading-Plan agieren. Warum? Ein Trading-Plan kann nicht die Zukunft vorhersagen.

Er kann jedoch Strategien für Situationen bereitstellen, die nicht im Kontrollbereich des Traders liegen. Es geht also darum, die Dinge zu steuern, die man als Trader steuern kann – nämlich sich selbst. Nicht mehr, nicht weniger. Jeder Trader, der es bisher nicht geschafft hat, konsistent und über verschiedene Marktphasen hinweg profitabel zu handeln – und genau das ist bekanntlich das Ziel – , sollte also einen Trading-Plan anfertigen. Dieser Plan dient als Landkarte und definiert die effizienteste Route zum Ziel.

Welche Vorteile hat ein Trading-Plan?

Der Einsatz eines Trading-Plans bietet eine Menge Vorteile für den Trader. Durch die vorherige Planung aller tradingrelevanten Aspekte wird die gesamte Struktur des TradingProzesses verbessert.

So wird die Anzahl „schlechter“, sprich unnötiger Fehl-Trades eingeschränkt. Durch den klaren und präzisen Rahmen reduziert der Trading-Plan psychologischen Stress und irrationales Agieren beim Handel, weil er mitten im Geschehen keine Entscheidung abverlangt, sondern lediglich das Befolgen der zuvor definierten Regeln und Maßnahmen.

Ein zentraler Punkt ist die Kontroll- und Steuerungsfunktion. Der Trading-Plan ist vergleichbar mit einem Routenplaner, der den Autofahrer (Trader) per GPS zum Ziel führt. Eventuelle Abweichungen von der Route werden sofort sichtbar und können korrigiert werden. Ohne ein funktionierendes GPS-Signal beziehungsweise ohne Straßenschilder dürfte der Autofahrer bei fehlender Ortskenntnis nicht ans Ziel kommen, geschweige denn erfahren, woran das gelegen haben könnte.

Der Trading-Plan ermöglicht zudem ein regelmäßiges Monitoring der eigenen Performance. Hierbei ist nicht nur die eigentliche Entwicklung der Trades und des Kontos gemeint, sondern vielmehr die Frage, ob der Trader sich an seine Regeln hält, also seine Disziplin. Die Analyse des Trading-Plans offenbart, womit der Trader Schwierigkeiten und welche Stärken er hat. Dadurch kann der Trader seine Entwicklung optimal und zeitnah mit verfolgen und bei Abkommen von der Route schnell gegensteuern.

Wie erstellt man einen Trading-Plan?

Der Trading-Plan umfasst viele Einzelelemente und sollte individuell auf die Persönlichkeit und die Ressourcen des jeweiligen Traders zugeschnitten sein. Nur so kann sichergestellt werden, dass der Trader sich später auch an den eigenen Plan hält. Was nützt schon ein Anzug, der die falsche Farbe und Größe hat?

Ein Maßanzug, der perfekt sitzt, wird dagegen gern getragen. Daher werden im Folgenden zehn Module dargestellt, die als Leitfaden für die Erstellung Ihres eigenen, individuellen Trading-Plans dienen sollen. Jedes Modul besteht aus mehreren Fragestellungen, die der Trader so ehrlich wie möglich für sich selbst beantworten und – ganz wichtig – auch schriftlich festhalten muss. Die Antworten sollten so präzise und detailliert wie möglich sein.

Schritt 1: Selbstanalyse

Die Psychologie der Massen zu erkennen ist ein wichtiges Instrument, um die Mechanismen an den Märkten zu verstehen. Für das Trading selbst ist aber eines noch wichtiger: Die eigene Psyche zu erkennen. Das folgende Sprichwort bringt es auf den Punkt: „Wenn Sie sich selbst nicht kennen, ist die Wall Street ein teurer Ort, um es herauszufinden“. Im ersten Schritt geht es also hauptsächlich darum, sich über die Ziele und die eigenen Schwächen und Stärken – sowohl mentale als auch wissensbasierte – klar zu werden.

Sollte die Analyse der eigenen Stärken und Schwächen schwer fallen, empfiehlt es sich, mittels Paper Trading bestimmte Verhaltensmuster herauszufinden, die die eigenen Stärken und Schwächen offenbaren. Das eigene Charakterprofil hat nämlich erheblichen Einfluss auf die spätere Wahl des passenden Trading-Ansatzes und der Zeiteinheit.

Die wichtigste Hürde zwischen dem Ich und dem Erfolg an den Märkten ist die geistige Haltung. Auch wenn es banal klingt: Gerade deshalb ist es wichtig, dass man körperlich und mental gesund ist, dass der Schlaf nicht zu kurz kommt und dass man erkennt, in welchen Phasen das Trading unterlassen werden sollte.

Im Trading-Plan sollte deshalb schriftlich festgehalten werden, unter welchen inneren und äußeren Umständen das Trading unterbrochen beziehungsweise eingestellt wird. Im Zentrum der Überlegungen stehen folgende Aspekte:

  • Warum will ich Trader werden?
  • Welches konkrete Ziel verfolge ich mit dem Trading?
  • Wie definiere ich Erfolg im Hinblick auf das Trading?
  • Gibt es Berufe, in denen ich meine Talente besser einsetzen könnte?
  • Wie steht meine Familie zu meinem Vorhaben?
  • Welcher Trading-Typ bin ich?
  • Bin ich ein diskretionärer oder mechanischer Trader?
  • Wie viel Zeit steht mir für das Trading zur Verfügung?
  • Habe ich vor, lang-, mittel-, kurzfristig oder sehr kurzfristig zu handeln?
  • Passt die gewählte Zeiteinheit zu meinem Charakter?
  • Welche Stärken und Schwächen habe ich?
  • Bin ich in der richtigen Verfassung, um mit dem Trading zu beginnen?

Schritt 2: Welche Ziele verfolge ich mit dem Trading?

Auch wenn es viele Gründe für das Trading gibt, ein Aspekt verbindet alle Trader: Der Wunsch, mit dem Trading Geld zu verdienen. Dennoch machen sich nur wenige Trader wirklich Gedanken, wie viel Gewinn sie pro Jahr anstreben.

Genau das ist aber die Grundlage für die Ableitung der Monats-, Wochen- und Tagesziele. Gleiches gilt für die Risikoseite: Jeder Trader sollte sich darüber im Klaren sein, welchen Anteil seines Gesamtvermögens er dem Trading widmen kann und welchen maximalen Drawdown er pro Jahr akzeptiert.

Das Setzen von Zielen unterstützt die gesamte Planung, ermöglicht die Kontrolle der Entwicklung als Trader und steigert gleichzeitig die Motivation. Jeder Trader sollte sich daher konkrete, aber realistische Ziele setzen – nicht nur finanzieller Art, sondern auch was seine Entwicklung als Person angeht. Die qualitativen und quantitativen Ziele sollten in Jahres-, Monats-, und Tagesziele herunter gebrochen werden.

So könnte das qualitative Jahresziel eines Traders zum Beispiel lauten, eine eigene Strategie für Trend- und Seitwärtsmärkte zu entwickeln, regelmäßiges Coaching in Anspruch zu nehmen und bestimmte Literatur zu lesen.

Auf quantitativer Ebene könnte das Ziel lauten, mit dem verfügbaren Kapital von X Euro jährlich Y Euro zu erwirtschaften und so weiter. Anschließend muss definiert werden, wie man diese Ziele erreichen will und welche „Belohnung“ der Trader nach Erreichen der jeweiligen Ziele erhält. Nachfolgend die wichtigsten Fragestellungen:

  • Welche qualitativen Ziele habe ich für das kommende Trading-Jahr?
  • Wie will ich mein Theorie- und Praxiswissen verbreiten und vertiefen?
  • Welches Budget will ich dafür aufbringen?
  • Welche quantitativen Ziele habe ich für das kommende Trading-Jahr?
  • Welche Ziele habe ich jeweils für die kommenden Monate?
  • Welche Wochen- und Tagesziele ergeben sich daraus?

Schritt 3: Auswahl der Märkte, Instrumente und Zeiteinheiten

Während professionelle Trader in der Regel nur eine überschaubare Anzahl von Märkten handeln, neigen Anfänger dazu, möglichst viele Märkte abdecken zu wollen – in der Regel nicht zu ihrem Vorteil. Im Trading-Plan muss klar geregelt sein, welche Märkte gehandelt werden.

Gleiches gilt für die Wahl der Finanzinstrumente. Ob Aktien, Futures, Optionen oder Währungen gehandelt werden sollen, hängt dabei in erster Linie von der Kontogröße, dem Trading-Stil und der emotionalen Situation des Traders ab.

Je nach Art des gehandelten Produkts sind wiederum gewisse Besonderheiten hinsichtlich Abwicklung, Handelszeiten, Kontogröße und so weiter zu beachten. So ist der Handel mit CFDs eben nicht gleichzusetzen mit Optionsscheinen und Futures sind wiederum eine andere Kategorie als Aktien oder ETFs. Zu den wichtigsten Fragen, die sich der Trader stellen muss, gehören deshalb:

  • Welche Märkte möchte ich handeln und warum?
  • Kenne ich die spezifischen Risiken der unterschiedlichen Märkte?
  • Welche Instrumente will ich handeln?
  • Welche Zeiteinheit bevorzuge ich?
  • Habe ich vor, mehrere Zeiteinheiten gleichzeitig zu handeln?
  • Welcher Broker und welche Handelsplattform passen am besten zu meinem Handelsstil?
  • Welche Software und Daten-Feeds sind optimal?
  • Verfüge ich über eine passende technische Ausrüstung?
  • Wie hoch sind die Transaktions-, Finanzierungs- und Slippage-Kosten?

Schritt 4: Die Handelsstrategie

Eine Handelsstrategie ist nichts anderes als ein festes Regelwerk, das dem Trader die Reproduzierbarkeit seines TradingStils ermöglicht. Eine Strategie stellt quasi den Gegensatz zum Trading „aus dem Bauch heraus“ dar. Die Auswahl einer Strategie hängt dabei von der Marktsituation, der Tageszeit und der Zeitebene ab, die man handelt.

Betrachtet man die Märkte, stellt man fest, dass es nur zwei Zustände gibt: Trendphasen und trendlose Phasen. Damit ist bereits klar, dass jeder Trader zumindest zwei Strategien braucht, um langfristig erfolgreich zu sein. Folgende Fragen sollten Sie sich bei der Auswahl Ihrer Strategien stellen:

  • Wie sieht die Strategie konkret aus, nach der ich trade?
  • Habe ich die Strategie vor dem Live-Einsatz mittels Backtesting beziehungsweise Paper Trading überprüft?
  • Welche Trefferquote ist bei dieser Strategie realistisch?
  • Wie hoch ist der Erwartungswert dieser Strategie?
  • Welchen Drawdown weist die Strategie im Backtest auf?
  • Welche Strategie kommt in Seitwärtsphasen zum Einsatz?
  • Welche Strategie gilt bei Trendmärkten?
  • Wie lauten die Long-Signale für die jeweiligen Strategien?
  • Wie lauten die Short-Signale für die jeweiligen Strategien?
  • Nutze ich Gaps, Ausbrüche, Retracements oder andere Einstiegstechniken?

Schritt 5: Die Exit-Strategie

Die Mehrzahl der Trader verbringt einen Großteil ihrer Zeit mit dem (vermeintlich) optimalen Einstieg in einen Trade. Dabei entscheidet doch der Ausstieg, ob ein Trade mit einem Gewinn oder Verlust beendet wird.

Unglücklicherweise gestaltet sich ein guter Ausstieg noch viel schwieriger als der Einstieg und muss zudem strategieabhängig festgelegt werden. Der Trader sollte sich daher intensiv mit den unterschiedlichen Exit-Strategien auseinandersetzen und für jede seiner Strategien ein klares Regelwerk aufstellen, wann welche Maßnahmen zum Tragen kommen.

Hierzu zählt auch die Überlegung, wann in laufende, mittels Stopp abgesicherte Trades vorzeitig eingegriff en wird. Folgende Fragen müssen unbedingt im Trading-Plan beantwortet werden:

  • Welches Signal verwende ich für den Ausstieg aus einer Position?
  • Verwende ich technische, volatilitätsbasierte oder Zeitstopps?
  • Welche Stopp-Techniken verwende ich für die jeweilige Strategie?
  • Wie verhalte ich mich bei Trades, die in Richtung des Stopps laufen? Steige ich schon vor dem Stopp aus? Wenn ja, welche Kriterien müssen dann erfüllt sein?
  • Wie gehe ich bei Trades vor, die bereits im Gewinn notieren?
  • Wann ziehe ich meinen Stopp auf Break-Even nach?
  • Wie errechne ich das Kursziel für einen Trade?
  • Wann verkaufe ich die Hälfte der Position?
  • Welches Kriterium muss erfüllt sein, damit die Restposition geschlossen wird?

Schritt 6: Risiko- und Money-Management

Das Risiko- und Money-Management stellt aufgrund seiner zentralen Bedeutung für den Trading-Erfolg den wichtigsten und umfassendsten Teil des Trading-Plans dar. Die wohl berühmteste Trading-Regel überhaupt – Gewinne laufen lassen, Verluste begrenzen – wird erst durch die Implementierung eines soliden Risiko- und Money-Managements möglich.

Vereinfacht gesagt umfasst das Risiko-Management alle Maßnahmen, die der Minimierung beziehungsweise Vermeidung der Verluste dienen. Hierzu zählt in erster Linie die Frage nach dem optimalen Stopp und der richtigen Positionsgröße.

Das Money-Management ist eine Weiterführung des Risiko-Managements. Der Kapitalerhalt und die Generierung von Erträgen gehören zu den wichtigsten Aufgaben des Money-Managements. Im Zentrum stehen hierbei verschiedene Modelle zur korrekten Bestimmung der Positionsgröße.

Um eine optimale Positionsgröße zu erhalten, müssen das Risiko-Management und die Risikoparameter mit den verschiedenen Money-Management-Modulen zusammengeführt und regelmäßig kontrolliert werden. Nachfolgend die wichtigsten Fragestellungen zum Thema Risiko- und Money-Management:

  • Wie stehe ich dem Thema Risiko generell gegenüber?
  • Welches Risiko birgt der Broker/die Hard- und Software und welche Absicherungen stehen für den Worst Case bereit?
  • Welchen Anteil hat das Trading-Kapital am Gesamtkapital des Traders?
  • Ab welchem Drawdown wird das Trading eingestellt beziehungsweise unterbrochen?
  • Wie hoch ist das Gesamtrisiko für offene Trades?
  • Wie hoch ist das Positionsrisiko?
  • Wo werden Initial-Stopps für die jeweilige Strategie gesetzt?
  • Welche Positionsgröße ergibt sich daraus?
  • Wie hoch ist das Strategie-Risiko und wann wird eine Handelsstrategie eingestellt und überprüft?
  • Wie ist die Verfassung des Traders?
  • Wie hoch ist die Trefferquote meiner Strategie?
  • Wie hoch ist das Chance/Risiko-Verhältnis (CRV)?
  • Wann wird das Trading eingestellt?
  • Wie verhält sich der Trader nach größeren Drawdown und Profitphasen?
  • Welches Money-Management-Modul kommt zum Einsatz?
  • Welche Strategien werden zur Gewinnsicherung eingesetzt?
  • Werden Methoden zur Gewinnmaximierung (Scaling-In) eingesetzt? Wenn ja, in welcher Form?
  • Wie wird die Positionsgröße bestimmt?

Nachdem bereits viele Elemente eines Trading-Plans erörtert wurden, geht es nun an die konkrete Planung eines Trading-Tags. Hierbei empfiehlt sich gerade am Anfang der Trading-Karriere ein strukturiertes Abarbeiten der jeweiligen Aufgaben, sodass Routine entsteht.

Schritt 7: Vor der Eröffnung

Jeder, der einmal einem Trader über die Schulter geschaut hat, wird feststellen, dass dieser Ruhe an den Tag legt und einer bestimmten Routine folgt. Dies gilt für alle TradingPhasen: Für die vor dem eigentlichen Handel, während des Handels und nach dem Handel.

Wie bei anderen Berufen auch ist eine klare Strukturierung der Aufgaben sowohl unter Effizienzgesichtspunkten als auch psychologisch betrachtet von Vorteil. Folgende Fragen sollten daher im Trading-Plan beantwortet werden:

  • Habe ich die zuletzt getätigten Trades analysiert?
  • Habe ich offene Positionen?
  • Müssen bestehende Orders angepasst werden?
  • Sind meine Charts und die verwendeten Analyse-Tools aktualisiert?
  • Habe ich mein Scanning Tool aktualisiert?
  • Stimmen die Abrechnungen des Brokers und der Kontostand?
  • Ist meine Internetverbindung stabil?
  • Welche Themen bewegen den Markt aktuell?
  • Habe ich mein Research durchgeführt?
  • Wie bewerte ich die aktuelle Marktstimmung?
  • Wie sehen meine Szenarien aus?
  • An welchen Stellen ergäben sich interessante Trading-Möglichkeiten?
  • Stehen heute wichtige Konjunktur-/Unternehmensdaten an?
  • Was habe ich heute vor? (Planung im Stunden-Rhythmus empfehlenswert)

Schritt 8: Die Nachbereitung

Nach dem Spiel ist vor dem Spiel – und genau aus diesem Grund muss im Trading-Plan festgehalten werden, welche Aufgaben nach dem Handel beziehungsweise nach Börsenschluss zu erledigen sind.

Das zentrale Element hier ist das Trading-Journal. Ohne das Führen eines Trading-Journals ist der Trader kaum in der Lage, seine Trader-Qualitäten nach möglichen Fehlerquellen zu beurteilen und daraus zu lernen – ähnlich wie ein Fußballteam, das keine Videoanalyse ihrer eigenen Spiele vornehmen würde.

Es gilt: Alle Transaktionen, die durchgeführt, aber nicht schriftlich festgehalten werden, sind als Analyseinformation unwiederbringlich verloren. Als Mindestinformationen sollten Ein- und Ausstiegsmarken, die Strategie, Stopps, Kursziele, Unterstützungs- und Widerstandslinien, OHLC (Open, High, Low, Close) des Tages sowie die Dauer der einzelnen Trades eingetragen werden.

Nach der Fehleranalyse der Trades sollte außerdem festgehalten werden, welche Dinge falsch gemacht wurden und warum. Und wieder gibt es einige Fragen zu beantworten:

  • Habe ich alle wesentlichen Informationen in mein Trading-Journal eingetragen?
  • Habe ich meine Gedanken und Gefühle/Stimmungen vor und nach dem Trade schriftlich vermerkt?
  • Habe ich Screenshots von den getätigten Trades gespeichert beziehungsweise ausgedruckt?
  • Habe ich meinen Plan heute eingehalten?
  • Wenn nicht: Welche Gründe gibt es hierfür und wie will ich diese in Zukunft abstellen?

Schritt 9: Ohne Disziplin ist alles nichts

Alle bisher vorgestellten Module des Trading-Plans verpuffen wirkungslos, wenn es an einem mangelt: Der Disziplin und Geduld, sich an den eigenen Trading-Plan zu halten. Die gute Nachricht ist, dass Disziplin erlernbar ist. Dafür muss sich insbesondere der Trading-Anfänger zu einem Verhalten zwingen, das seinen Gewohnheiten und Überzeugungen häufig entgegengesetzt ist.

Die Umsetzung der hierfür notwendigen Maßnahmen fällt jedem Trader je nach Erziehung, Lebenserfahrung und bisherigen Überzeugungen unterschiedlich schwer. Während dies in profitablen Phasen noch relativ einfach sein mag, stellt sich die Situation in einer Drawdown-Phase schon ganz anders dar. Folgende Fragen sollten Sie sich stellen:

  • Wie stelle ich sicher, dass ich mich an den Trading-Plan halte?
  • Welche Sanktionen bestehen bei Nichteinhalten bestimmter Regeln im Plan?
  • Welche Maßnahmen ergreife ich in anderen Lebensbereichen, um meine generelle Disziplin zu erhöhen?
  • Welche Fragen stelle ich mir, nachdem ich einen profitablen/verlustreichen Trade absolviert habe?

Schritt 10: Goldene Trading-Regeln

Am Ende des Trading-Plans findet sich eine Auflistung der wichtigsten Trading-Regeln wieder. Sie dient sozusagen als kompakte Zusammenfassung der Trading-Richtlinien. Der Trader sollte hierbei diejenigen Vorsätze niederschreiben, die für ihn persönlich von höchster Priorität sind. Die folgenden Regeln zählen zu den wichtigsten und bekanntesten, erfüllen aber nicht den Anspruch auf Vollständigkeit:

  1. Schütze dein Kapital.
  2. Setze immer einen Stopp.
  3. Begrenze die Verluste, lasse die Gewinne laufen.
  4. Trade, was du siehst, nicht, was du denkst.
  5. Laufe einem Trade niemals hinterher.
  6. Verbillige nie, wenn deine Position im Minus liegt.
  7. Führe ein Trading-Tagebuch.
  8. Disziplin ist alles.
  9. Keep it simple.
  10. Trade nie während wichtiger Nachrichten.

Fazit

Der Trading-Plan enthält nun alle wichtigen Elemente und ist abgeschlossen. Dem Erfolg beim Trading steht damit nichts mehr im Weg – zumindest fast nichts. Ein Trader, der sich über die hier geschilderten Punkte Gedanken gemacht und diese schriftlich festgehalten hat, ist jedenfalls auf dem besten Weg dorthin. Anstatt ständig nach dem „Heiligen Gral“ zu suchen, sollte man an seiner Persönlichkeit arbeiten und die richtigen Fragen stellen. Denn Trading ist nichts anderes, als die Kontrolle der eigenen Person. Ohne einen Plan und das geeignete Regelwerk dürfte dieses Unterfangen kaum gelingen.

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