Börse Frankfurt – Binäre Optionen 2020

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ING Kosten & Gebühren – jetzt vergleichen & 2020 sparen

Die ING (ehemals ING-DiBa) ist mit rund 8 Millionen Kunden Deutschlands größte Direktbank und zählt auch im Wertpapiergeschäft zu den größeren Akteuren des Marktes. Die ING Ordergebühren bewegen sich nahe denen der Konkurrenz: Die Entgelte im Börsenhandel werden aus einer vom Ordervolumen abhängigen Provision mit Mindest- und Höchstgebühren sowie Handelsplatzentgelten und gegebenenfalls Offlinezuschlägen ermittelt.

Pauschale ING Depotgebühren sind im Preisverzeichnis nicht vorgesehen: Das Depotkonto sowie das als Verrechnungskonto nutzbare Tagesgeldkonto sind kostenlos. Über das Depot kann an allen inländischen sowie an sechs ausländischen Börsenplätzen gehandelt werden. Darüber hinaus gibt es einen außerbörslichen Emittentenhandel mit 17 Partnern. CFDs, Handel an Terminbörsen und professionelle Börsensoftware gehören nicht zum Angebot.

Die ING ist eine vollwertige Tochtergesellschaft der niederländischen ING GROEP und agiert mit deutscher Banklizenz. Das Institut ist an die gesetzliche deutsche Einlagensicherung angebunden sowie Mitglied im Einlagensicherungsfonds des Bundesverbands deutscher Banken.

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ING Kosten für Depot und Konto

  • keine pauschalen Depotführungsentgelte
  • Tagesgeldkonto als Verrechnungskonto kostenlos

Pauschale Depotentgelte sind im Online Aktiendepot Vergleich insbesondere für Anleger mit nur wenigen Transaktionen relevant. Die Depotführung ist ohne Anforderungen im Hinblick auf Handelsaktivität und Vermögensbestand kostenlos. Der einzige Tatbestand, für den bei der ING Depotgebühren anfallen, betrifft den Versand konto- und depotbezogener Unterlagen per Post. Hier wird das Porto belastet.

Im Leistungsumfang der Depotführung enthalten sind die Depotverwahrung, Wertpapierüberträge, die Einlösung von fälligen Wertpapieren sowie von Zins und Dividendenscheinen, Umschreibung und Eintragung von Namensaktien, die Erstellung der Jahressteuerbescheinigung sowie von Erträgnisaufstellungen, Depotauflösungen, die Bestellung von Eintrittskarten zur Hauptversammlung von Aktiengesellschaften via Internet und Weisungen zu Kapitalmaßnahmen (ebenfalls online).

Als Verrechnungskonto dient das ING Tagesgeld Konto. Das Tagesgeldkonto gehörte in den vergangenen zehn Jahren durchweg zu den besser verzinsten Konten für täglich fällige Einlagen auf dem deutschen Markt. Im Zuge der allgemeinen Zinsentwicklung sank die Verzinsung in den vergangenen Jahren jedoch deutlich. Aktuell werden Guthabenanteile bis 100.000 EUR mit 0,35 %, Guthabenanteile oberhalb von 100.000 EUR mit 0,15 % im Jahr verzinst. Für Neukunden gelten häufig abweichende, befristet höhere Zinssätze.

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Weitere Produkte des Brokers in anderen Bereichen

  • kostenloses Girokonto inklusive kostenloser Bargeldversorgung
  • Tagesgeld, Festgeld und Wertpapier-Sparpläne
  • Ratenkredite, Autokredite Wohnkredit und Rahmenkredite
  • Baufinanzierungen

Das Produktsortiment der ING umfasst Angebote in allen Bereichen des Bankgeschäfts. Dies kommt insbesondere Wertpapierkunden entgegen, die gerne alle Bankgeschäfte unter einem Dach halten und deswegen neben den Konditionen im Aktienhandel auch die Gebühren für Zahlungsverkehr und Co. in ihre Überlegungen mit einbeziehen.

Die ING richtet Privatkunden ohne Anforderungen an Mindestgehaltseingang etc. ein bedingungslos kostenloses Girokonto ein. Im Leistungsumfang sind alle online und telefonisch erteilten Aufträge sowie eine Girocard und eine Visa Debitcard enthalten. Das Kartendoppel ermöglicht kostenlose Barverfügungen in Deutschland und im Euro-Ausland. Das Konto wird derzeit mit einem Startguthaben in Höhe von 75 EUR beworben, das zwei aufeinanderfolgende monatliche Gehaltseingänge ab 1000 EUR in den ersten vier Monaten nach der Kontoeröffnung voraussetzt.

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Im Einlagengeschäft gehören neben dem Tagesgeldkonto auch Festgeldanlagen sowie Wertpapier-Sparpläne zum Angebot. Im Kreditgeschäft finden sich neben klassischen Ratenkrediten auch Autokredite (mit rabattiertem Zinssatz, aber ohne Sicherungsübereignung), Wohnkredite (ohne Grundbucheintrag, aber mit Zinsrabatt bei wohnwirtschaftlicher Verwendung) und Rahmenkredite (revolvierende Kreditrahmen mit variablem Zinssatz und flexibler Rückzahlung).

Darüber hinaus gehören Baufinanzierungen zum Angebot. In dieser Kategorie sind Neu- und Anschlussfinanzierungen, Forward Darlehen und KfW Darlehen erhältlich.

ING Ordergebühren im Inlandshandel

  • Xetra-Orders: 0,25 %, (mindestens 9,90 EUR und höchstens 59,90 EUR), zzgl. 1,75 EUR
  • Kein Handelsplatzentgelt an Euwax, Börse Frankfurt Zertifikate und außerbörslich

Die ING Ordergebühren im Handel an inländischen Börsenplätzen werden als prozentuale Provision des Transaktionsvolumens berechnet. Pro Order fallen 0,25 % des Ausführungsvolumens, mindestens jedoch 9,90 EUR und höchstens 59,90 EUR an.

Zusätzlich wird ein Handelsplatzentgelt berechnet. Dieses beträgt im Handel über die elektronische Plattform Xetra 1,75 EUR, an sonstigen inländischen Parkettbörsen 2,50 EUR. Für Orders über die Handelsplätze Euwax (Börse Stuttgart) und Börse Frankfurt Zertifikate sowie im außerbörslichen Direkthandel mit Emittenten fällt kein Handelsplatzentgelt an.

Damit bewegt sich das Gebührenmodell der Direktbank gemessen an Mindest- und Höchstgebühr sowie dem Provisionssatz und den Handelsplatzentgelt sehr nahe an der Kostenstruktur vieler Konkurrenten. Unter anderem Consorsbank, OnVista Bank und comdirect berechnen ihre Entgelte im Inlandshandel nach einem vergleichbaren Modell.

Taggleiche Teilausführungen sind ebenso kostenlos wie das Vormerken, Ändern und Streichen eines Limits. Wird eine Order via Brief, Fax oder Kundenbetreuer erteilt, fällt ein Zuschlag in Höhe von 9,90 EUR auf die ansonsten gültige Ordergebühr an.

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Sonderpreisaktionen im Emittentenhandel

  • Gebührenfreier Handel: wechselnde Aktionen mit verschieden Emittenten

Die ING unterhält einen außerbörslichen Emittentenhandel mit 17 Partnern. Wie bei der Konkurrenz üblich, finden regelmäßig Sonderpreisaktionen mit einzelnen oder mehreren Emittenten statt. Im Rahmen dieser Aktion können Anleger bestimmte Produkte zu vergünstigten Gebühren handeln.

Die Aktionen sind typischerweise auf einen Zeitraum von mehreren Monaten befristet und sehen ein Mindestordervolumen vor. Im vierten Quartal 2020 konnten zum Beispiel Knock-out Zertifikate von ING-markets ab 1.000 EUR Kurswert kostenlos gekauft werden, Verkäufe waren kostenpflichtig. Optionsscheine von Goldman Sachs waren im selben Zeitraum ab 1000 EUR Kurswert sowohl bei Kauf als auch Verkauf kostenlos handelbar. Dasselbe galt für Aktienanleihen von Vontobel. Kostenlose Käufe ab 1000 EUR Kurswert waren in Faktorzertifikaten der Commerzbank und in Bonus- und Discountzertifikaten der UBS möglich.

Der außerbörsliche Handel wird durch den Verzicht auf ein Handelsplatzentgelt aufgewertet. In den vergangenen Jahren sind viele Konkurrenten dazu übergegangen, auch außerbörsliche Transaktionen mit einem zusätzlichen Entgelt zu belegen. Der Verzicht auf Handelsplatzentgelte an den für verbriefte Derivate wichtigen Handelsplätzen Euwax und Börse Frankfurt Zertifikate begünstigt allerdings auch den börslichen Handel von Derivaten.

Neukundenaktionen

  • 75 EUR Startguthaben gab es ab 5000 EUR Depotwert innerhalb von sechs Wochen nach Kontoeröffnung

Die ING warb im Neukundengeschäft häufig (in letzten Jahren fast durchgängig) mit Prämien. Früher waren 75 EUR Gutschrift zugunsten des Verrechnungskontos aufgerufen. Dafür mussten Neukunden innerhalb von sechs Wochen nach der Eröffnung des Direkt-Depots Wertpapiere im Marktwert von mindestens 5000 EUR vorweisen. Diese konnten durch den Übertrag von anderen Banken oder durch den Kauf über den Broker verbucht werden.

Die ING wirbt mit 75 EUR Startguthaben

Generell gilt: Neukundenaktion sollten nicht das entscheidende Kriterium im Discount Broker Vergleich sein. Wichtiger sind langfristig moderate Gebühren und ein zu den eigenen Anforderungen passendes Leistungsprofil des Brokers.

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Die Ordergebühren an ausländischen Börsenplätzen

  • Auslandsorder: 0,25 % (mindestens 9,90 EUR/höchstens 59,90 EUR) zzgl. 12,50 EUR

Das Angebot an ausländischen Börsenplätzen beschränkt sich auf sechs Handelsplätze, davon jeweils drei in den USA und Kanada. In den USA kann an der New York Stock Exchange (NYSE), der NYSE Arca sowie an der Nasdaq gehandelt werden. In Kanada stehend die Handelsplätze Toronto Stock Exchange (TSX) sowie TSX Venture Exchange und Canadian National Exchange (CNSX) zur Verfügung.

Die ING Ordergebühren im Auslandshandel werden nach derselben Formel berechnet wie an inländischen Börsenplätzen. Der branchenübliche Kostenaufschlag wird durch ein höheres Handelsplatzentgelt realisiert. Dieses beträgt 12,50 EUR anstelle von 1,75 EUR für Xetra-Orders bzw. 2,50 EUR für Orders über deutsche Parkettbörsen.

Auslandsorders sind bei der ING teurer als Inlandsorders

Auch die ING Gebühren im Auslandshandel bewegen sich damit sehr nahe am Wettbewerb. Für Anleger, die überwiegend im Inland und nur hin und wieder in den USA bzw. Nordamerika handeln möchten, ist das Gebührenmodell angemessen. Aktive Trader mit einer großen Zahl an Transaktionen in den USA sind allerdings bei auf diese Märkte spezialisierten Brokern besser aufgehoben.

Für die Umrechnung von Fremdwährungsumsätzen belastet die ING Kosten in Höhe von 0,25 %, die als Auf- bzw. Abschlag zum Devisenmittelkurs berechnet werden. Das ist ein marktüblicher Wert. Neben dem Auslandshandel zählen auch Umsätze aus Kapitalmaßnahmen, Fälligkeiten und Ertragsabrechnungen zu den Fremdwährungsumsätzen. Währungskonten sind nicht im Angebot.

Die Gebühren im Fondsgeschäft und für Sparpläne

  • ca. 8.400 Aktiv verwaltete Investmentfonds
  • 4.500 Investmentfonds mit 50 % Rabatt
  • 5.000 Fonds und ETFs außerbörslicher 500 EUR Kurswert ohne Ordergebühr kaufen möglich
  • Rund 185 Fondssparpläne, darunter 55 ETFs
  • Gebühr für ETF Sparpläne: 1,75 %

Über die ING sind insgesamt ca. 8.400 aktiv verwaltete Investmentfonds erhältlich. Rund 4.500 davon werden mit einem Rabatt in Höhe von 50 % auf den regulären Ausgabeaufschlag der Fondsgesellschaft verkauft. Rabatte im Bereich von 50 % sind marktüblich und auch bei anderen Brokern erhältlich.

Positiv: Über den außerbörslichen Handel können ca. 5000 Fonds und ETFs ab 500 EUR Kurswert ohne Ordergebühren (gegebenenfalls fällt der Ausgabeaufschlag an) erworben werden. Das Angebot gilt ausschließlich für Einmalanlagen und nicht für Sparpläne. Unter den ETFs finden sich Produkte verschiedener von Gesellschaften, darunter iShares und DB X Trackers. Die Gebührenbefreiung gilt ausschließlich für den Kauf, nicht nur für den Verkauf der Wertpapiere.

Die ING bietet Sparpläne an

Nicht zuletzt aufgrund der traditionell attraktiven Konditionen im Einlagengeschäft interessieren sich viele der Kunden, die mit der ING Erfahrungen machen, auch für Sparen im Wertpapierbereich. Sparpläne können ab 50 EUR Einzugsrate eingerichtet werden; der Einzug erfolgt wahlweise monatlich, zweimonatlich oder quartalsweise.

Rund 130 aktiv verwaltete Investmentfonds sowie 55 ETFs sind im Rahmen von Sparplänen erhältlich. Für ETF Sparpläne erhebt die ING Gebühren in Höhe von 1,75 % pro Ausführung. Die rein prozentuale Gebühr ohne fixe Grundgebühr begünstigt insbesondere kleinere Sparraten. Auf ein Sortiment mit kostenlosen ETF Sparplänen verzichtet der Broker bislang. Dies ist bei diversen Konkurrenten mittlerweile erhältlich.

Neben Fonds und ETFs sind auch Aktienzertifikate über Sparpläne zugänglich. Zur Auswahl stehen rund 80 Aktiensparpläne (alle DAX 30 Titel sowie 50 zum Teil internationale Unternehmen) sowie Zertifikate mit Schwerpunkt auf Edelmetalle und Rohstoffe. Auch für die Ausführung von Aktien- und Zertifikate Sparplänen belastet die ING Gebühren in Höhe von 1,75 % der Einzugsrate.

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Die Gebühren im Handel mit Optionen und Futures

Terminhandel ist bei der ING nicht möglich. Dasselbe gilt für den Handel mit Differenzkontrakten (CFDs). Anleger, die mit Derivaten handeln möchten, müssen auf den außerbörslichen Handel oder die für dieses Segment besonders wichtigen Handelsplätze Euwax und Börse Frankfurt Zertifikate zurückgreifen. In beiden Fällen berechnet der Broker kein Handelsplatzentgelt zusätzlich zu den regulären Ordergebühren. Alternativ dazu ist der Handel dieser Produkte über einen anderen Broker möglich. Dazu ist ein Demokonto Vergleich empfehlenswert.

Weitere Gebühren laut Preisverzeichnis

Im Preisverzeichnis finden sich einzelne, für einen Teil der Kunden eventuell relevante Gebührentatbestände.

Für die Rückforderung ausländischer Quellensteuer rechnet die ING Kosten in Höhe von 50 EUR zuzüglich der von Dritten berechneten Auslagen und Fremdkosten ab. Der Wechsel von Verwahrart, Lagerstätten oder Lagerland wird mit 10 EUR berechnet.

Auf eine Profi-Handelsplattform müssen Kunden der ING verzichten

Kosten für die Kursdatenversorgung oder den Zugang zu einer professionellen Handelssoftware fallen nicht an. Die Handelsplattform des Brokers ist auf die wesentlichen Handelsfunktionen beschränkt und kann vollständig kostenlos genutzt werden. Auch für die ING App fallen keine nutzerseitigen Gebühren an.

Ein ING Demokonto gibt es nicht. Kunden steht ein Musterdepot/Watchlist zur Verfügung, über das unter anderem Limitalarme aktiviert, Wertpapierportraits Porträts abgerufen und Wertpapiere- und Beobachtungsdaten verwaltet werden können. Es ist möglich, Wertpapiere aus dem Livedepot mit wenigen Klicks in das Musterdepot einzufügen.

Fazit

Deutschlands größte Direktbank ist auch im Wertpapiergeschäft vertreten und zeigt sich hier in vielen Bereichen konkurrenzfähig. So sind bei der ING Depotgebühren ebenso kein Kostenfaktor wie Fonds und ETFs, von denen ca. 5.000 außerbörslich im besten Fall kostenlos erworben werden können. Sparplanangebot und Ordergebühren im In- und Ausland sind durchschnittlich, die Funktionen der Handelsoberfläche bleiben etwas hinter der Konkurrenz zurück. Die ING ist die richtige Adresse für alle, die primär und nicht allzu oft mit Wertpapieren aus Europa und Nordamerika handeln und eventuell zusätzlich weitere Bankgeschäfte unter einem Dach führen möchten.

Börse Frankfurt – Binäre Optionen 2020

Die Kurse an der Börse steigen und fallen. Aber warum eigentlich? Wie funktionieren Börse und Aktienhandel heute wirklich? Und welche Rolle spielen dabei Broker und Depot? Und Bulle und Bär hatten nochmal welche Bedeutung? Diese und weitere Fragen rund um Aktien und Börse werden an dieser Stelle beantwortet.

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Was ist eine Börse?

Eine Börse ist ein Marktplatz für den Verkauf und Kauf von Wertpapieren wie z. B. Aktien, Anleihen oder Optionsscheinen. Theoretisch wäre es denkbar, dass Aktien über Auktionshäuser wie Ebay gehandelt werden – das verstieße allerdings erstens gegen das Gesetz und wäre zweitens für Käufer und Verkäufer mit vielen Risiken verbunden.

Zunächst ein paar Grundlagen. Wie funktioniert der Aktienhandel? Aktien sind Anteile an einem Unternehmen. Emittiert ein Unternehmen Aktien, verkauft es Anteile an sich selbst gegen Geld. In der Betriebswirtschaftslehre wird dies als „Eigenkapitalfinanzierung“ bezeichnet, weil das Unternehmen von seinen (neuen) Aktionären keinen Kredit erhält, sondern eine Beteiligung verkauft.

Der Aktienhandel erfüllt eine wichtige Funktion

Die Emission von Aktien erfolgt auf den so genannten Primärmarkt zwischen Unternehmen und Investoren, die neu emittierte Papiere zeichnen. Der Aktienhandel ist Gegenstand des Sekundärmarktes: Hier trennen sich die Investoren von ihren Aktien, indem sie die Stücke an andere Investoren verkaufen.

Auch wenn in den Medien manchmal ein anderer Eindruck entsteht: Der Aktienhandel erfüllt eine zentrale volkswirtschaftliche Funktion. Könnten Aktionäre ihre Aktien nicht an einer regulierten Börse mit regem Handel (und damit fairen Preisen) weiterverkaufen, wäre die Investition in Aktien sehr viel riskanter als sie es heute ist. Dies würde zu einer verringerten Investitionstätigkeit und damit langsamerem Wirtschaftswachstum, höherer Arbeitslosigkeit etc. führen.

Warum steigen und fallen die Aktienkurse?

Moderne Wertpapierbörsen wie z. B. die elektronische Handelsplattform Xetra zählen zu den effizientesten Märkten der Welt: Es dauert meistens nur wenige Minuten, bis Angebot und Nachfrage zusammengeführt (im Jargon: gematched) werden. Außerdem können alle Marktteilnehmer damit rechnen, dass der Preis, der aktuell am Bildschirm angezeigt wird, auch relevant ist und sich in den nächsten Minuten nur geringfügig ändert.

Doch auch die effizientesten aller Märkte sind Märkte und funktionieren nach den Gesetzen von Angebot und Nachfrage. Der Kurs einer Aktie fällt nicht, weil die Zahlen des Unternehmens schlechter als erwartet ausgefallen sind. Der Kurs fällt auch nicht, weil die Konjunktur sich eintrübt oder Gerüchte über eine Gewinnwarnung umlaufen. Der Kurs einer Aktie fällt einzig und allein, weil mehr Aktien verkauft als gekauft werden.

Der Kurs der Apple Aktie schwankte zuletzt stark

An der Börse gibt es für jede Aktie einen Markt. Jeder Markt tendiert stets zum Gleichgewicht. Ist die Nachfrage zum aktuellen Preis höher als das Angebot, können zum aktuellen Preis nicht alle Käufer Aktien erhalten. Steigt nun der Preis, werden einige Kaufinteressenten abwinken und ihre Order löschen. Gleichzeitig wird der steigende Kurs einige Aktienbesitzer auf den Plan rufen, ihre Aktien auf den Markt zu werfen. Zum neuen Preis ist die Nachfrage geringer und das Angebot größer – der Markt ist (für den Moment) geräumt.

Wie funktioniert die Börse bzw. wer legt fest, welcher Kurs gerade angemessen ist? Früher haben menschliche Börsenhändler die Preise nach einem festgelegten Regelwerk angehoben oder gesenkt, wenn es einen Angebots- oder Nachfrageüberhang gab. Heute wird der optimale Preis (das ist in etwa der Preis, bei dem es zum höchsten Handelsumsatz kommt) durch vollautomatische Handelsplattformen ermittelt.

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Wie kommt Ihre Order an die Börse?

Wie funktioniert die Börse? Sie können nicht einfach an der Börse anrufen und dort den Auftrag zum Kauf einer Aktie erteilen – diese Möglichkeit besteht nicht einmal theoretisch. Der Börsenbetrieb funktioniert nach sehr detaillierten Regelwerken. So wird z. B. festgelegt, dass nur registrierte Börsenteilnehmer Orders ins Orderbuch einstellen können. Bei diesen Börsenteilnehmern handelt es sich um Banken und Broker.

Nach dem Absenden einer Order erscheint diese im Orderbuch

Broker können Orders von Privatkunden via Internet, Telefon und prinzipiell auch per Brief entgegennehmen und in ihrem eigenen Namen an die Börse weiterleiten. Der Broker ist gewissermaßen die Schnittstelle zwischen Endkunden und Börse.

Die Abbildung oben zeigt das Orderbuch der elektronischen Handelsplattform Xetra für die Aktie der Continental AG. Wenn Sie über ihren Broker eine Order in dieser Aktie erteilen, erscheint die Order ebenfalls im Orderbuch – allerdings nicht mit Ihren Namen, sondern lediglich mit der georderten Anzahl und auf der jeweiligen Seite. Wenn Sie eine Aktie kaufen, erscheint Ihre Order auf der „bid“-Seite, bei einem Verkauf auf der „ask“-Seite.

Das Kürzel „bid“ steht für Geldkurs, „ask“ für Briefkurs. Der Briefkurs ist höher als Geldkurs, weil Verkäufer mehr für ihr Papier erhalten möchten, als Käufer bereit sind zu bezahlen. Im Orderbuch sind verschiedene Geld- und Briefkurse aufgelistet. Daneben ist jeweils für die Käufer- und Verkäuferseite die Zahl der Orders zu jedem Geld- bzw. Briefkurs sowie das kumulierte Volumen (Stückzahl) zu sehen. Ganz oben stehen der höchste Geldkurs und der niedrigste Briefkurs. Die Differenz zwischen diesen beiden Kursen wird als „Spread“ bezeichnet.

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Warum brauchen Sie einen Broker und ein Depot für den Aktienhandel?

Um über einen Broker Orders erteilen zu können, muss zunächst ein Vertrag zwischen Ihnen und dem Broker abgeschlossen werden: Der Vertrag über die Eröffnung und Führung eines Aktiendepots. Was ist ein Aktiendepot? Ein Aktiendepot ist wie ein Girokonto, auf dem statt Geld Wertpapiere verbucht werden. Für die im Depot verbuchten Wertpapiere besteht Ihrerseits ein Auslieferungsanspruch, so wie Sie einen Anspruch gegenüber ihrer Hausbank auf Auszahlung des Guthabens auf Ihrem Konto besitzen.

Welche Börsen gibt es?

Fast der gesamte Wertpapierhandel in Deutschland findet an der Frankfurter Wertpapierbörse (FWB) statt, zu der die Handelsplätze Börse Frankfurt und die elektronische Handelsplattform Xetra gehören. Außerdem gibt es noch so bezeichnete „Regionalbörsen“, deren Geschäftsgebiet allerdings ganz Deutschland ist: Berlin, Düsseldorf, Hamburg, Hannover und Stuttgart. Der Handelsplatz in Stuttgart ist besonders für den Handel mit verbrieften Derivaten (Zertifikate und Optionsscheine) über das Handelssegment Euwax bekannt. Außerdem gibt es noch einige Börsen, an denen keine Wertpapiere gehandelt werden – etwa die Eurex, an der Terminkontrakte gelistet sind.

Xetra ist die wichtigste deutsche Handelsplattform

Aktiengesellschaften entscheiden selbst, ob ihre Titel an einer bestimmten Börse gelistet werden sollen oder nicht. Die meisten Aktien sind an mehreren Börsen gelistet. An deutschen Börsen sind auch viele ausländische Aktien handelbar. Umgekehrt können Sie auch an Börsenplätzen im Ausland handeln, sofern Ihr Broker dies ermöglicht. Relevant sind dann z. B. NYSE Amex und NASDAQ in den USA.

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Wie platzieren Sie eine Order bei Ihrem Broker?

Das Platzieren einer Order ist nicht wesentlich komplizierter als eine Überweisung im Onlinebanking. Sie benötigen für eine Kauforder:

  • Die ISIN der Aktie
  • Die gewünschte Stückzahl
  • Den gewünschten Handelsplatz
  • Die gewünschte Orderart
  • Ein Verrechnungskonto mit genügend Liquidität
  • Eine TAN zur Autorisierung der Order

Gehen Sie wie folgt vor:

  1. Loggen Sie sich in Ihr Depot ein
  2. Rufen Sie die Ordermaske Ihres Brokers auf
  3. Geben Sie die ISIN und die Stückzahl ein
  4. Wählen Sie das gewünschte Verrechnungskonto (sofern mehrere vorhanden)
  5. Wählen Sie den Handelsplatz aus (z. B. Xetra)
  6. Wählen Sie den Ordertyp aus (z. B. Limit)
  7. Klicken Sie auf „Kaufen“
  8. Bestätigen Sie den Auftrag mit einer TAN

Führen Sie noch am heimischen Bildschirm einen Aktien App Test durch, wenn Sie auch von unterwegs aus handeln möchten. Nicht in allen Apps sind auch alle Funktionen der Desktopversion verfügbar. Es ist besser, dies frühzeitig zu wissen…

Was sind Stop Limit, Stop Loss und andere „Ordertypen“?

Merken Sie sich eines: Geben Sie niemals (!) eine Order ohne Limit in den Markt. Sonst kann es zu beträchtlichen Preisabweichungen kommen. Für den Kauf einer Aktie zahlen Sie dann womöglich viel mehr als geplant und für den Verkauf erhalten Sie viel weniger als gedacht.

Eine Limit Order definiert bei einer Kauforder den maximalen Kurs, zu dem Sie bereit sind, zu kaufen. Zu einem höheren Kurs darf die Order nicht ausgeführt werden. Bei einer Verkaufsorder definiert das Limit den minimalen Preis, zu dem eine Order ausgeführt werden darf – darunter verkaufen Sie nicht.

Verlustbegrenzung gilt als eine der wichtigsten Maßnahmen für den langfristigen Erfolg im Aktienhandel: Sie definieren einen maximalen Verlust pro Aktie, den Sie gerade noch in Kauf nehmen. Auf diesem Kursniveau platzieren Sie eine Stop Loss Order. Diese löst automatisch eine Verkaufsorder aus, wenn das festgelegte Kursniveau einmalig unterschritten wird.

Eine abgewandelte Variante von Stop Loss Orders sind Trailing Stops. Stellen Sie sich vor, eine Aktie steigt nach dem Kauf und Sie überlegen, das Papier zu verkaufen um den Gewinn zu sichern. Damit verstoßen Sie gegen eine goldene Börsenregel („Verluste begrenzen, Gewinne laufen lassen“). Besser als ein frühzeitiger Ausstieg ist eine dynamische Stop Loss Order (Trailing Stop), die das Stop Loss Level bei steigenden Kursen automatisch anhebt.

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Mit einer Stop Order (Stop Buy) können Sie festlegen, dass eine Aktie erst gekauft werden soll, wenn ein festgelegter Kurs überschritten wurde. Wenn Sie z. B. damit rechnen, dass eine Aktie nach dem Erreichen eines neuen Allzeithochs noch sehr viel weiter steigen kann, platzieren Sie eine Stop Buy Order kurz über dem noch zu erreichenden Allzeithoch.

Grundsätzlich legen Börsen und nicht Broker fest, welche Ordertypen zugelassen sind. Viele Broker bieten ihren Kunden aber zusätzliche Ordertypen als Service an: So kann z. B. ganz unabhängig von der Börse auf den Servern des Brokers eine Kauforder für den Fall gespeichert werden, dass der Kurs der XY Aktie einen bestimmten Wert überschreitet. Tritt der Fall ein, wird eine reguläre Order an die Börse weitergeleitet. In der Summe handelt es sich um eine Stop Buy Order.

Viele Fachzeitschriften beschränken ihre Beobachtungen bei Vergleichstests ausschließlich auf einen Ordergebühren Vergleich und lassen funktionale Extras wie die verfügbaren Ordertypen außen vor. Das ist ein Fehler: Je mehr Ordermöglichkeiten, desto größer sind die taktischen Möglichkeiten im Aktienhandel.

Ein Tipp: Führt ein Broker die verfügbaren Ordertypen nicht auf, können Sie dies auch mit einem Musterdepot Vergleich (im Idealfall direkt mit Demokonten mehrerer Anbieter) in Erfahrung bringen. Die verfügbaren Ordertypen werden in der Regel in der Ordermaske angezeigt.

Mit Trailing Stop Orders warden Verluste begrenzt

Welche Unterschiede gibt es zwischen Brokern?

Broker unterscheiden sich einerseits im Hinblick auf die gebotenen Zusatzleistungen, andererseits im Hinblick auf die Preise. Im Online Aktiendepot Vergleich sollten beide Komponenten berücksichtigt werden.

Unter den Zusatzleistungen sind relevant:

  • Zusätzliche Ordertypen
  • Ausbildungsangebote
  • Die Qualität der Handelsplattform
  • Die Erreichbarkeit des Kundenservice
  • Viele angebundene Handelsplätze
  • Ggf. die Möglichkeit zum Handel mit CFDs

Einige Handelsplattformen beschränken sich auf die grundlegenden Handelsfunktionen (Orderaufgabe und Wertpapierbuchungen). Viele Broker bieten ihren Kunden jedoch deutlich mehr. Professionelle Software enthält Chartingtools mit Zeichenwerkzeugen und Indikatoren, einen Reuters-Newsfeed, Datenbanken mit Aktienkennzahlen u.v.m.

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Werfen Sie auch einen Blick auf den Kundenservice: Ist dieser nur per E-Mail zu erreichen, ist das ein Indiz für eine stiefmütterliche Kundenbetreuung. Auch im digitalen Zeitalter setzen gute Broker weiterhin auf eine telefonische Kundenbetreuung – selbst wenn diese Orders nur gegen Aufpreis entgegennimmt. Ein solcher „Offline-Zuschlag“ erreicht im Übrigen leicht 10-15 Euro – telefonische Orders sind in diesem Fall kein gutes Geschäft. ABER: Der Kundenservice dient als Backup für den Fall technischer Störungen – und dann entfällt in der Regel auch der Zuschlag.

Im Hinblick auf die Preise gilt es auf folgende Gebührenposten zu achten:

  • Pauschale Depotführungsentgelte
  • Ordergebühren Inland
  • Ordergebühren Ausland
  • Zusatzkosten für Limits
  • Zusatzkosten für telefonische Orders
  • Kosten für die Kursdatenversorgung

Ein guter Brokervergleich ist mehr als ein Blick ins Preisverzeichnis

Nur weil ein Broker auf pauschale Depotgebühren verzichtet, müssen die Leistungen nicht schlechter ausfallen. Es gibt sehr gute Broker ohne Fixkosten und weniger gute Anbieter mit Depotgebühren von 200 EUR pro Jahr. Einige Broker setzen im Preisverzeichnis eine pauschale Depotgebühr an, verzichten aber unter Bedingungen (Vermögensbestand, Anzahl Transaktionen etc.) darauf.

Wenn Sie die Ordergebühren verschiedener Broker vergleichen, werden Sie auf sehr unterschiedliche Gebührenmodelle stoßen. Einige Broker verlangen eine Pauschale, andere staffeln abhängig vom Ordervolumen, andere setzen ihre Gebühr aus Grundentgelt, prozentualer Provision und Handelsplatzentgelt zusammen. Zusätzlich zu den Kosten müssen Sie meistens noch Börsengebühren entrichten.

Die meisten Broker verlangen für den Handel im Ausland höhere Gebühren als im Inland. Wenn Sie ausschließlich oder vorwiegend in den USA handeln möchten, sollten Sie einen Broker mit Sitz in Großbritannien bzw. einer direkten Verbindung dorthin in Betracht ziehen – die Entgelte sind meistens wesentlich niedriger.

Klicken Sie hier für mehr Informationen zum Online Wertpapierhandel.

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DEGIRO Kosten & Gebühren 2020: Wir haben die Ordergebühren des Brokers in einem umfassenden Vergleich mit anderen Anbietern betrachtet

Die DEGIRO Gebühren im Wertpapierhandel zählen zu den günstigsten auf dem Markt. Der seit 2020 im deutschen Wertpapiergeschäft tätige Broker verspricht Privatkunden Transaktionen zu Großhandelspreisen. In der Tat liegen die DEGIRO Kosten bzw. Gebühren für den Handel über Xetra sowie an ausländischen Börsenplätzen sehr viel niedriger als bei der Konkurrenz. Gleichwohl finden sich im Preisverzeichnis einige zusätzliche Kosten, die bei anderen Brokern nicht anfallen.

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DEGIRO Kosten für Depot und Konto

Explizite Depotführungsentgelte gibt es nicht. Wie auch viele Konkurrenten verlangt jedoch auch DEGIRO Gebühren für bestimmte Leistungen, die nicht direkt mit dem Handel einzelner Wertpapiere in Verbindung stehen.

Im Preisverzeichnis finden sich diese unter dem Posten „Einrichtung Handelsmodalitäten“. Im Standard Account verlangt der Broker dafür 0,25 % des Portfolios, maximal jedoch 2,50 EUR pro Jahr und pro Börse. Wer das Depot für 20 Börsen freischalten lässt, muss demnach bis zu 50 EUR jährlich pauschal unabhängig von der tatsächlichen Handelsaktivität bezahlen.

Achtung: Im Custody Account werden die DEGIRO Gebühren für die Einrichtung der Handelsmodalitäten nach einer anderen Formel berechnet. Pro Jahr und Börse fallen dort 2,50 EUR, maximal jedoch 0,25 % des Portfolios an.

DEGIRO Ordergebühren im Inlandshandel

Die Ordergebühren des Brokers schneiden in jedem Discount Broker Vergleich gut ab. Doch was genau verlangt der Broker von Kunden für den Handel an inländischen Börsenplätzen? Die DEGIRO Ordergebühren im Inlandshandel im Überblick.

  • Ordergebühr Xetra (Aktien): 2,00 EUR + 0,018 %, maximal 30,00 EUR
  • Ordergebühr Börse Frankfurt (Aktien): 7,50 EUR + 0,08 %
  • Ordergebühr Börse Frankfurt Zertifikate: 2,00 EUR + 0,1 %

DEGIRO will Privatanlegern „Großhandelspreise“ bieten

Orders über die elektronische Handelsplattform Xetra werden mit 2,00 EUR zzgl. 0,018 % des Ordervolumens, maximal jedoch 30,00 EUR abgerechnet. Deutlich teurer ist der Handel über die Frankfurter Parkettbörse: Hier fällt neben einer Grundgebühr in Höhe von 7,50 EUR eine volumenabhängige Provision in Höhe von 0,08 % an.

Wer häufig mit verbrieften Derivaten (zum Beispiel Zertifikate) handelt, sollte ganz besonders auf die DEGIRO Ordergebühren am Handelsplatz Börse Frankfurt Zertifikate achten: Der Broker unterhält anders als fast alle Konkurrenten keinen außerbörslichen Emittentenhandel. Orders über die Zertifikatebörse werden mit 2,00 EUR + 0,1 % des Transaktionsvolumens abgerechnet; eine Gebührenobergrenze gibt es nicht.

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Die Ordergebühren an ausländischen Börsenplätzen

Wie fast alle Broker staffelt DEGIRO Ordergebühren in Abhängigkeit vom gewählten Handelsplatz. Tendenziell kosten Auslandsorders mehr als Aufträge an inländischen Börsenplätzen – mit Ausnahme des US-Handels.

  • Ordergebühren Europa: 4,00 EUR + 0,04 %, maximal 60,00 EUR
  • Ordergebühr USA: 0,50 EUR + 0,004 USD pro Aktie
  • Ordergebühr Kanada: 2,00 EUR + 0,01 CAD pro Aktie
  • Ordergebühr Australien, Hongkong, Japan, Singapur: 10,00 EUR + 0,05 %
  • Ordergebühr Polen: 5,00 EUR + 0,15 %
  • Ordergebühr Griechenland, Tschechien, Türkei, Ungarn: 10,00 EUR + 0,15 %

Die DEGIRO Gebühren für den Handel an US Börsenplätzen werden nach einem typisch angelsächsischen Modell berechnet, fallen aber auch im Vergleich ausschließlich solcher Gebührenmodelle günstiger aus als bei der Konkurrenz. Abgerechnet werden pro Order 0,50 EUR zzgl. 0,004 USD pro Aktie. Das bedeutet, dass ein Kauf von zum Beispiel 250 Apple Aktien eine Gebühr in Höhe von 0,50 EUR + 1,00 USD abgerechnet wird. Achtung: für die Umrechnung in eine andere Währung können zusätzliche Gebühren anfallen.

Für den Handel an den meisten europäischen Börsenplätzen werden 4,00 EUR + 0,04 % des Transaktionsvolumens, maximal jedoch 60,00 EUR abgerechnet. Angebunden sind die Börsenplätze in Österreich, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Italien, Niederlande, Norwegen, Portugal, Schweden, Schweiz und Spanien.

Über DEGIRO ist der Handel vielen europäischen Börsenplätzen möglich

In Griechenland, Tschechien, der Türkei und Ungarn werden 10,00 EUR + 0,15 % des Transaktionsvolumens abgerechnet, in Polen 5,00 EUR + 0,15 %. An den Börsen in Australien, Hongkong, Japan und Singapur fallen 10,00 EUR + 0,05 % des Ordervolumens an.

Erwähnenswert sind die Rabatte auf die regulären DEGIRO Ordergebühren für Join Orders. Diese gelten ausschließlich für Aktien, kommen aber sowohl im inländischen als auch im ausländischen Handel zur Anwendung. Es wird ein Preisnachlass in Höhe von 5 % des variablen Teils der Ordergebühr gewährt. Die Preisnachlässe werden kumuliert und am Ende jedes Kalenderquartals dem Anlagekonto gutgeschrieben.

Join Orders sind hausintern abgewickelte Orders. Diese werden nur ausgeführt, wenn zur Kauforder eines Kunden eine geeignete Verkaufsorder eines anderen Kunden besteht.

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Die Gebühren im Anleihehandel

Die meisten Wettbewerbsvergleiche im Internet behandeln die Ordergebühren im Anleihehandel interessanterweise nachrangig, obwohl Schuldverschreibungen unverändert zu den am häufigsten durch deutsche Anleger gehandelten Wertpapieren gehören. Die DEGIRO Kosten im Geschäft mit Bonds und Co. im Überblick.

  • Anleihen Xetra/Frankfurt: 5,00 EUR + 0,04 %
  • Anleihen in NED, BLE, POR, FRA: 2,00 EUR + 0,05 %
  • OTC Bonds (zum Beispiel Norwegen): 75,00 EUR + 0,02 %

Über DEGIRO sind auch Bundeswertpapiere handelbar

Anleihen können über den Broker an den Handelsplätzen Euronext Amsterdam, Euronext Brüssel, Euronext Paris, Euronext Lissabon und Xetra gehandelt werden. Für den Handel über Xetra/Frankfurt fallen bei DEGIRO Kosten in Höhe von 5,00 EUR + 0,04 % des Transaktionsvolumens an. An den Handelsplätzen in den Niederlanden, Belgien, Portugal und Frankreich werden 2,00 EUR + 0,05 % abgerechnet. OTC Bonds (Anleihen, die in der Regel nicht in der Börse gehandelt werden) werden mit 75,00 EUR + 0,02 % belastet.

Anleihen bei DEGIRO

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Die Gebühren im Fondsgeschäft

Der Großteil der Kunden, die mit einem in vielerlei Hinsicht unorthodoxen Broker wie DEGIRO Erfahrungen machen, interessieren sich mutmaßlich nur begrenzt für das Geschäft mit konventionellen Investmentfonds. Dennoch sollen die DEGIRO Kosten bzw. Gebühren im Fondsgeschäft hier der Vollständigkeit halber erörtert werden.

Für über Euronext Fund Services gehandelte Fonds fällt eine Ordergebühr in Höhe von 7,50 EUR + 0,1 % des Ordervolumens sowie eine Servicegebühr in Höhe von 0,2 % an. Dieselben Konditionen gelten für den Handel nicht börsennotierter Investmentfonds (STP). Nicht börsennotierte Investmentfonds (nicht STP) werden mit 75,00 EUR + 0,1 % zzgl. 0,2 % Servicegebühr abgerechnet.

Der Broker weist im Preisverzeichnis ausdrücklich darauf hin, dass die von den Fondsgesellschaften berechneten Bei- und Austrittskosten separat in Rechnung gestellt werden. Damit fallen die DEGIRO Kosten im klassischen Fondsgeschäft tendenziell höher aus als bei den meisten Wettbewerbern.

Besser als der Branchendurchschnitt schneiden die Amsterdamer dagegen im Geschäft mit börsengehandelten Indexfonds (ETFs) ab. Für den Handel werden an allen Börsenplätzen weltweit 2,00 EUR + 0,02 % in Rechnung gestellt. Darüber hinaus gibt es eine Auswahlliste mit kostenlos handelbaren ETFs.

Pro Kalendermonat kann ein kostenloser Kauf oder Verkauf pro ETF aus dieser Auswahlliste durchgeführt werden. Zusätzliche kostenlose Transaktionen im selben Kalendermonat sind nur möglich, wenn auf einen Kauf ein weiterer Kauf (et vice versa) folgt und das Handelsvolumen mindestens 1000 EUR/USD/GBP erreicht.

Das ist die Website von Degiro

Die Gebühren im Handel mit Optionen und Futures

Der Handel mit Optionen und Futures ist über Standardkonten über dieselbe Handelsplattform möglich wie der Wertpapierhandel. Es muss kein zusätzliches Konto eröffnet werden. Der Vorteil für Kunden: Zusätzliche DEGIRO Depotgebühren, wie sie bei anderen Brokern für die Einrichtung eines Eurex Kontos verlangt werden, fallen nicht an. Ein Auszug aus dem umfangreichen Preisverzeichnis zu den DEGIRO Kosten für den Terminhandel:

  • Optionen Deutschland: 0,75 EUR pro Kontrakt
  • DAX Future: 0,75 EUR/Kontrakt
  • EUREX Dividends + Volatility: 2,50 EUR/Kontrakt
  • EUREX Bonds: 1,50 EUR/Kontrakt
  • NYSE LIFFE London: 2,50 EUR/Kontrakt

Über DEGIRO ist Handel an der Eurex möglich

Im Handel mit deutschen Optionen rechnet der Broker 0,75 EUR pro Kontrakt ab, in Spanien fallen 1,50 EUR und in anderen Ländern 2,00 EUR an. Einen Sonderfall bilden die skandinavischen Länder Norwegen, Finnland, Schweden und Dänemark: Hier werden 0,50 EUR pro Kontrakt abgerechnet. Zusätzlich fallen allerdings Börsengebühren in Höhe von 3,50 SEK/Kontrakt für Indexoptionen und 0,75 % (mindestens 1,00 SEK und maximal 14,00 SEK) für Aktienoptionen an.

Die Kosten für den Handel mit Futures richten sich nach der Börse und dem jeweiligen Produkt. Für den Handel mit ihr EUROSTOXX50, DAX und Mini DAX Futures fallen 0,75 EUR pro Kontrakt an, Eurex Bonds fallen 1,50 EUR pro Kontrakt an. Kleinere Eurex Indices, darunter zum Beispiel MDAX und TecDAX, sind für 2,50 EUR pro Kontrakt handelbar. Dasselbe gilt auch für Futures auf Sektorenindices sowie Dividenden und Volatilitätsfutures.

Ein DEGIRO Demokonto für den Handel mit Futures und Optionen an Terminbörsen ist leider nicht im Angebot. Einige Konkurrenten stellen Interessenten eine solche Vorschau zur Verfügung und vermitteln darüber einen Eindruck bzgl. Margin-Prinzip, Hedging-Möglichkeiten usw.

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Weitere Gebühren laut Preisverzeichnis

Pauschale Depotführungsentgelte und Ordergebühren stehen in jedem Online Aktiendepot Vergleich berechtigterweise im Mittelpunkt. In den Preisverzeichnissen der Broker finden sich allerdings weitere Entgeltposten, die hier erörtert werden sollen.

  • Kontoauszug per Post auf Kundenwunsch: 5,00 EUR/Übersicht
  • Kosten bei unzureichendem Saldo: 7,50 EUR pro Ereignis
  • SOFORTÜBERWEISUNG im Anlagekonto: 2,00 EUR/Überweisung
  • Zuschlag für telefonisch/via Order Desk geteilte Orders: 10,00 EUR + 0,1 %
  • Depotübertrag zu DEGIRO: 10,00 EUR pro Position
  • Depotübertrag von DEGIRO zu einer anderen Bank: 10,00 EUR pro Position plus externe Kosten.
  • Anmeldung zu Aktionärsversammlungen: 100,00 EUR+ zusätzlich entstandene Kosten
  • Zeichnung von Emissionen: 2,00 EUR + 0,02 % (Mindestbetrag: 50,00 EUR).
  • Leerverkauf: ab 1,0 %

Es gibt einige vermeintlich nebensächliche Gebührenposten, darunter zum Beispiel ein Entgelt in Höhe von 5,00 EUR für die Zusendung einer Übersicht, 7,50 EUR bei Feststellung eines unzureichenden Saldos und 2,00 EUR für jede SOFORTÜBERWEISUNG im Anlagekonto. Keineswegs unüblich ist der signifikante Zuschlag für telefonisch bzw. via Order Desk erteilte Orders von 10,00 EUR + 0,1 %; auch diverse Konkurrenten verlangen mittlerweile deutlich höhere Gebühren für die Order über einen menschlichen Mitarbeiter.

Orders können bei DEGIRO via E-Mail platziert werden

Erklärungsbedürftig sind dagegen die recht hoch angesetzten Gebühren für Depotüberträge, die bei deutschen Brokern so nicht anfallen. DEGIRO agiert aus den Niederlanden heraus und ist nicht in jedem Detail an die deutsche Rechtsprechung gebunden. Diese schreibt seit geraumer Zeit vor, dass für Depotüberträge i.d.R. keine Gebühren in Rechnung gestellt werden können.

Die hohe Gebühr für Anmeldungen zu Aktionärsversammlungen ist mutmaßlich mit dem geringen Interesse an dieser Leistung zu erklären. Die meisten Kunden des Brokers dürften aktive Trader mit wenig Interesse an derlei Aktionärsrechten sein. Das für die Zeichnung von Emissionen eine Gebühr anfällt, ist nicht zuletzt auf den Verzicht des Brokers auf enge Partnerschaft mit Emittenten zurückzuführen. Die Leerverkaufsgebühr in Höhe von 1,0 % und mehr erklärt sich aus der Leihgebühr, die für die Beschaffung des Bestands gezahlt werden muss und auch bei anderen Brokern anfällt.

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Unterschiede zwischen Standard und Custody Account

  • Dividendengutschrift: 1,00 EUR + 3 % der Dividende (maximal 10 %)
  • Zinszahlung: 1,00 EUR + 0,1 % des Coupons (maximal 10 %)

Es gibt zwei unterschiedliche Kontomodelle: Zum einen das Standardkonto für die Profile Basic/Active/Trader und zum anderen den Custody Account. Beide Konten unterscheiden sich im Hinblick auf einige Gebührenposten und auch die Handelsmöglichkeiten – über Custody Accounts sind z. B. keine Leerverkäufe und kein Derivatehandel an Terminbörsen möglich. Beide Konten verwenden jedoch dieselbe Handelsplattform und sind auch über die DEGIRO App zugänglich.

Wer sich für einen Custody Account entscheidet sollte berücksichtigen, dass DEGIRO Gebühren für Dividenden- und Kuponzahlungen erhebt. Auch die DEGIRO Depotgebühren (namentlich: „Einrichtung Handelsmodalitäten“) unterscheiden sich zwischen den beiden Kontomodellen.

Die Suchfunktion liefert Infos über die Unterschiede zwischen Standard und Custody

Dies ist naturgemäß insbesondere für Anleger relevant, die Aktien und Anleihen nicht zuletzt unter dem Aspekt von Zins- und Dividendenzahlungen halten. Kleinanleger, die in der Aufstellung Ihres Portfolios frei sind, können Dividendenzahlungen durch thesaurierende ETFs umgehen. Bei diesen Fonds werden Zinsen und Dividenden nicht an den Inhaber des Fondsanteils, sondern lediglich an den Fonds ausgeschüttet. Dieser reinvestiert die Zahlungen, ohne dass es zu einer Buchung und den damit verbundenen DEGIRO Kosten für Dividenden- und Kuponverarbeitung kommt.

Ein Demokonto Vergleich zwischen Standard- und Custody Account gehört nicht zum Angebot – im Hinblick auf die Handelsoberfläche unterscheiden sich die beiden Kontomodelle allerdings auch nicht.

Fazit

Die Gebühren des Brokers liegen sowohl im Handel an deutschen als auch an ausländischen Börsenplätzen deutlich unter denen der Konkurrenz. Bei nahezu keinem für deutsche Kunden zugänglichen Broker liegen die Entgelte für Xetra und US Orders so niedrig wie bei DEGIRO. Auch die Konditionen im Terminhandel sind mit zum Beispiel 0,75 EUR pro DAX Future sehr günstig.

Auf die Unterschiede zwischen Standard und Custody Account vor allem im Hinblick auf Dividenden und Zinscoupons muss allerdings ebenso hingewiesen werden wie auf den Umstand, dass DEGIRO Depotgebühren über den Umweg eines für deutsche Verhältnisse exotischen Gebührenpostens im Preisverzeichnis erhebt und bei der Behandlung der Kundengelder und der Kundenwertpapierbestände vom Gros der Konkurrenz abweicht. Dieser kleineren Schwächen zum Trotz erscheint der Broker für weite Teile der aktiven Anleger in Deutschland geeignet zu sein. Auch unser Redaktionsteam hat mit DEGIRO Erfahrungen gemacht, die sich sehen lassen können.

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