Impressum und Datenschutz

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Impressum und Datenschutz-Ausführungen auf einer Website unterbringen

Von Datenschutz.org, letzte Aktualisierung am: 11. Juli 2020

Das Wichtigste zur Positionierung von Datenschutz- und Impressum-Informationen in Kürze

  • Impressum und Datenschutzerklärung gehören auf jede Website. Fehlt eines der beiden Elemente, droht dem Seitenbetreiber eine Abmahnung.
  • Die Datenschutzerklärung muss mit einem Klick von jeder Unterseite einer Website aus erreichbar und eindeutig gekennzeichnet sein.
  • Es ist daher nicht erlaubt, die Datenschutzerklärung im Impressum unterzubringen. Experten empfehlen, die Hinweise zum Datenschutz und das Impressum getrennt aufzuführen.
  • Es ist möglich, die Hinweise zum Datenschutz und das Impressum auf derselben Seite zu platzieren, sofern der Link zu dieser eindeutig gekennzeichnet ist – z.B. mit der Formulierung „Impressum & Datenschutz“.

Datenschutzerklärung im Impressum unterbringen: Dies ist nicht ausreichend!

Die rechtlichen Anforderungen zum Datenschutz an Websites, Blogs und Co. sind mitunter hoch und in ihrer Gesamtheit von vielen Betreibern unbekannt. Dass jede Seite nebst einem Impressum auch dem Datenschutz einen Platz widmen muss, ist mittlerweile bekannt.

Doch dürfen diese beiden Punkte – Datenschutz und Impressum – zusammen auf einer Seite untergebracht werden? Welche Regelungen bestehen diesbezüglich? Dieser Ratgeber erklärt, wie Sie die beiden Pflichtangaben rechtssicher auf Ihrer Website unterbringen.

Rechtliche Anforderungen an die Erreichbarkeit von Impressum und Datenschutzerklärung

§ 13 des Telemediengesetzes (TMG) besagt:

(1) Der Diensteanbieter hat den Nutzer zu Beginn des Nutzungsvorgangs über Art, Umfang und Zwecke der Erhebung und Verwendung personenbezogener Daten sowie über die Verarbeitung seiner Daten […] in allgemein verständlicher Form zu unterrichten […]. Der Inhalt der Unterrichtung muss für den Nutzer jederzeit abrufbar sein.“

Ein jeder Websitebetreiber gilt als Diensteanbieter – unabhängig davon, ob er eine rein private Seite bzw. einen persönlichen Blog führt oder eine gewerbliche Homepage. Weiterhin bestimmt § 5 TMG, dass eine Impressumspflicht besteht. Diese greift bei rein privaten Websites nicht. Allerdings ist die Einschätzung einer Seite als „persönlich“ nicht klar definiert. Im Zweifel empfiehlt es sich daher, stets ein Impressum zu verfassen.

Dann müssen Impressum und Datenschutz nicht getrennt behandelt werden

Für viele Websitebetreiber stellt die Anforderung, zwei separaten Links dauerhaft einen Ehrenplatz auf der Seite zu geben, vor gestalterische Grenzen. Es besteht allerdings die Möglichkeit, die Hinweise zum Datenschutz und das Impressum zusammen unterzubringen.

Jede Website braucht Hinweise zum Datenschutz und ein Impressum.

Dies geht allerdings nur, wenn der Link dazu eindeutig auf beide Punkte hinweist. Die Bezeichnungen „Datenschutz & Impressum“ oder „Datenschutzerklärung & Impressum“ sind hierfür geeignet.

Übrigens: Gemäß einem Urteil des Bundesgerichtshofs (BGH) muss ein Impressum nicht von jeder Seite aus erreichbar sein. Bis zu zwei Klicks sind dem Besucher demzufolge zumutbar.

So können Sie Ihr Impressum beispielsweise von einer Unterseite „Kontakt“ aus verlinken.

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Versteckte Datenschutzerklärung? Es droht eine Abmahnung!

Bringen Sie die Hinweise zum Datenschutz im Impressum unter, ohne dies ausreichend kenntlich zu machen, begehen Sie einen Verstoß gegen geltende Bestimmungen zum Datenschutz im Internet und riskieren eine Abmahnung.

In diesem Fall müssen Sie nicht nur die daraus entstehenden Anwaltskosten tragen, sondern ebenfalls eine strafbewährte Unterlassungserklärung unterzeichnen.

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Comments

Gute Erklärung, sehr verständlich dargelegt. Vielen Dank für die nützlichen Informationen.

Der grösste Blödsinn seit Langem! Haben die Eurokraten lnageweile gehabt?
Auch Webseiten, die ohne eine Anmeldung von Jedem eingesehen werden können müssen hiernach eine eine Datenschutzerklärung enthalten, obwohl keinerlei Daten abgefragt werden?
Mitgliederlisten dürfen nicht mehr an die Mitglieder verteilt werden? In Vereinen möchte man sich doch mit Personen gleicher Interessen austauschen. Anonym Mitglied zu werden bringt doch nichts. So kann man Vereine auch kaputt machen!
Dürfen die Mitglieder denn noch eine Einladung zur Mitgliederversammlung erhalten oder müssen sie dafür vorher ein Einverständnis abgeben?
Unsere Webseite dient nur der Information und Vereinsvorstellung, ich werde sie erstmal vom Netz nehmen.

die Verarbeitung von personenbezogenen Daten kann weiterhin ohne Einwilligung erfolgen, wenn Sie auf einer Rechtsgrundlage beruht. Bei Vereinen kann beispielsweise ein berechtigtes Interesse am Austausch der Mitglieder bestehen. Auch Einladungen zu Mitgliederversammlungen müssten aufgrund des Vertrags, den die Mitglieder bei ihrem Eintritt eingehen, unproblematisch sein. Die juristischen Einzelheiten können wir hier leider nicht vollständig klären, hierzu müssten Sie sich im Zweifel an einen Anwalt wenden oder sich beim Landesdatenschutzbeauftragten erkundigen.

Die Redaktion von Datenschutz.org

Ich frage mich immer wieder aufs Neue, wie es in einem Rechtsstaat möglich ist, dass private Institutionen die Funktion des Staates übernehmen dürfen, andere Mitbürger “bestrafen” und sich dabei selber bereichern. Das wäre, wie wenn ich durch die Straßen ziehe, Parksünder aufschreibe und denen ein Ticket mit meiner Kontonummer an die Scheibe hefte.

Mir fällts schwierig, eine eindeutige Antwort drauf zu finden: wenn meine Website 100% statisch ist, ohne Austausch oder Erfassung jeglicher Daten, warum brauche ich dann eine Datenschutzrklärung?

Manche Quellen sagen: “Mittlerweile werden IMMER Daten vom Nutzer erfasst, etwa die IP-Adresse”.

Das bezweifle ich. Ich habe eine normale private Website, gehostet von einem normalen Webhost, und nirgendwo steht, dass mein Host aus irgendwelchem Grund IP-Adressen sammelt.

Kann ich dann auf die Datenschutzerklärung verzichten?

zu beachten ist, dass Hoster in der Regel zumindest Log-Files sammeln, die ebenfalls unter die personenbezogenen Daten fallen. Sofern Ihr Hoster Log-Files erhebt, begründet dies in der Regel den Abschluss eines entsprechenden Auftragsdatenverarbeitungsvertrages sowie einer Datenschutzerklärung auf Ihrer Website.

Die Redaktion von Datenschutz.org

„Es ist daher nicht erlaubt, die Datenschutzerklärung im Impressum unterzubringen. Experten empfehlen, die Hinweise zum Datenschutz und das Impressum getrennt aufzuführen.“
Für juristische Laien wie mich klingt dieser Satz, wir auch der gesamte Datenschutzwahnsinn, wie ein beliebiges, vollkommen sinnloses Regelwerk, wie ein bürokratischer Alptraum, wie eine mittelschwere Form einer Zwangsneurose. „Zeilen, die mehr als zehn Worte enthalten, müssen hellgrün eingefärbt werden, sonst droht eine Abmahnung.“ Die Leute, die sich diesen ganzen Schwachsinn ausgedacht haben, sind schuld daran, daß ich jetzt auf jeder Website den Cookie-Hinweis wegklicken muß – NIEMAND liest diese Hinweise. Bei jedem Arzt muß ich Datenschutzblätter unterschreiben, die NIEMAND liest oder begreift, nur um eine absurde juristische Forderung zu erfüllen.
Während die Amerikaner den gesamten deutschen Datenverkehr am dicken Internetknoten in Frankfurt abfangen und speichern, https hin oder her, während alle Flugdaten und alle personenbezogene Daten aller Fluggäste direkt und vollständig an Herrn Trump übermittelt werden, muß ich hier unter Androhung von Geldstrafen darauf achten, Datenschutzhinweise und Impressum auf zwei getrennten Seiten unterzubringen? Und auf jeder Webseite müssen Sätze stehen wie „wir nehmen den Schutz Ihrer Daten sehr ernst“? Merkt keiner, wie vollkommen absurd das alles ist? Was ist los mit den Leuten?

Ich betreibe eine Homepage, den Platz dafür habe ich von unserem Internetanbieter ko0stenlos bekommen (10 MB). Neben meinem ganz normalen Job bin ich kleingewerblich als Künstlerin , Malerin tätig. Meine Homepage ist nur zum Anschauen, besteht aus mehreren Seiten, auf der Startseite ist meine E-Mailadresse und Mobilnummer zu sehen. Es sind keine Preise, kein Besucherzähler, nichts zum Speichern vorhanden. Nur tote Tabellen mit meinen Bildern und erklärender Text dazu. Brauche ich dafür eine Datenschutzerklärung?

Ja, natürlich.
Auch, wenn sich jemand “nur” Ihre Seite ansieht, wird doch zumindest seine IP geloggt.
Auch, weil Besucher mit Ihnen Kontakt über die Mailadresse aufnehmen können – was passiert mit der Mail? Was passiert mit den vom Besucher angegeben Daten?

Impressum und geltender Datenschutz – was Dienstleister beachten sollten

Von bussgeldkatalog.org, letzte Aktualisierung am: 13. April 2020

Der Herausgebernachweis gilt auch im Netz!

„Impressum“ – der Begriff klingt für die meisten Benutzer schon nach unsäglich langem Kleingedruckten und dürfte die meisten dementsprechend nicht sonderlich interessieren. Dabei ist solch umgangssprachliches Kleingedrucktes nicht nur dafür da, um etwa unlautere Klauseln und Vertragsbedingungen zu verstecken.

Gerade bei Webangeboten nimmt das Impressum die Seitenbetreiber in die Pflicht der Selbstkundgabe und soll Nutzern eine Identifikation und auch Kontaktaufnahme mit Providern ermöglichen. Somit ist das Impressum auch hinsichtlich Datenschutz bedeutsam – indem es Nutzer über die konkreten Akteure informiert. Anbei finden Sie deshalb eine Übersicht über die Anbieterkennzeichnung und wie diese gehandhabt wird.

FAQ: Datenschutz im Impressum

Das Impressum gewährleistet Nutzern u. a. das Recht auf Auskunft über den Betreiber einer Webseite. Dies ist besonders dann bedeutsam, wenn die Webseite Daten seiner Nutzer erhebt.

Der vollständige Name des Seitenbetreibers, seine Adresse und Kontaktdaten. Unternehmen müssen außerdem die Rechtsform und wenn vorhanden die Ust-ID und den Registereintrag angeben.

Laut Telemediengesetz sind lediglich rein private Seiten, die keine geschäftsmäßigen Interessen verfolgen, von der Impressumspflicht ausgenommen.

Das „Impressum“ und die Impressumspflicht

Das Wort „Impressum“, Mehrzahl „Impressen“, kommt aus dem Lateinischen und bedeutet übersetzt etwa „das Eingedruckte“ oder „das Aufgedruckte“. Ursprünglich bezeichnet es die in Druckschriften angeführten Angaben über Autor, Herausgeber, Verlag, Jahr der Herausgabe und den Erscheinungsort.

Aus diesen Beschreibungen wird auch ersichtlich, weshalb ein Impressum für den Datenschutz im Internet wichtig ist; zu diesem gehört neben der Zweckgebundenheit der Datenerhebung u.a. eben auch das Recht auf Auskunft über den Datenerheber bzw. den Seitenbetreiber selbst. Deshalb gilt die Impressumspflicht eben nicht nur für Druckerzeugnisse, sondern auch für entsprechende Online-Angebote, deren Newsletter und auch verschickte E-Mails.

Rechtliche Grundlagen zum Datenschutz und dem Impressum

Da das Impressum zum Datenschutz gehört, unterliegt es hierzulande konkreten Vorschriften – oder sollte es zumindest. Denn die Gesetzgebung rund um Internet und elektronische Daten war in den letzten Jahren recht chaotisch und ist es teilweise immer noch.

Die rasante Verbreitung des freien Internets und die parallele Etablierung dessen, was weithin unter Massenmedien verstanden wird, bieten vielfältige Möglichkeiten der Kommunikation und Selbstkundgabe. Nicht nur zahlreiche Arbeitsprozesse werden nach und nach digitalisiert – diese so entstandene Form von Online-Öffentlichkeit stellt die Jurisdiktion vor vielzählige, bisher unbekannte Probleme. Diese befinden sich häufig im Zwiespalt zwischen Persönlichkeitsrechten und Unternehmensinteressen.

Um einen Eindruck zu bekommen, wie komplex sich dies in der Praxis gestaltet, reicht ein oberflächlicher Querschnitt aktueller Datenschutzthemen: von der Dauerkontroverse der nationalen Vorratsdatenspeicherung über die Grauzonen des File-Sharing bis hin zu gewinnorientiertem Profiling von Usern durch Soziale Netzwerke.

Diese besteht nicht nur gegenüber Nutzern, sondern auch und vor allem gegenüber dem Staat und ergibt sich gewissermaßen aus verfassungsrechtlichen Grundsätzen. Denn: Bürger sollen ihr Recht auf Auskunft auch im Internet geltend machen können und gleichzeitig vor Betrug und Ausbeute geschützt sein. Außerdem könnten staatliche Organe ihre hoheitliche Aufgabe der Kontrolle und Strafverfolgung sonst nicht erfüllen.

Zusammengefasst lässt sich sagen: Auch wenn nicht auf den ersten Blick ersichtlich, sind Impressum und Datenschutz nicht zu trennen. Die Pflicht zum Impressum trägt zwar nicht direkt zum Schutz personenbezogener Daten bei, ist jedoch eine Umsetzung des Rechtes auf wahrheitsgemäße und vollständige Auskunft und ermöglicht Nutzern eine Kommunikation mit Verantwortlichen.

Die E-Commerce-Richtlinie 2000

Inwiefern das Impressum dem Datenschutz zu entsprechen hat, ist innerhalb der EU durch die „Richtlinie 2000/31 EG über den elektronischen Geschäftsverkehr“, kurz E-Commerce-Richtlinie, geregelt. Diese wurde – wie der offiziellen Bezeichnung zu entnehmen ist – im Jahr 2000 erlassen und dient der Angleichung von Rechten, welche die Arbeit von „Informationsgesellschaften“ betreffen. Dies bezieht sich sowohl auf Behörden als auch private Anbieter von Dienstleistungen jeglicher Art.

Der Knackpunkt: Es handelt sich hier eben „nur“ um eine Richtlinie. Anders als bei einem umfassend gültigen Gesetz obliegt den einzelnen Mitgliedstaaten die Übersetzung in nationales Recht. Dies führt logischerweise dazu, dass die konkrete Gestaltung von Nation zu Nation variieren kann. Hierzulande ist die Richtlinie im Telemediengesetz, in der Dienstleistungs-Informationspflichten-Verordnung als auch im Bürgerlichen Gesetzbuch und im Unterlassungsklagengesetz realisiert.

Für Online-Impressum und Online-Datenschutz ist in Deutschland vor allem das Telemediengesetz von Bedeutung. Inwieweit sich dieses durch die Datenschutzgrundsatzverordnung ändern wird, ist zum momentanen Zeitpunkt noch nicht abzusehen; dennoch heißt es im § 2 Abs. 4 der DSGVO, welche deren Anwendungsbereich beschreibt:

Die vorliegende Verordnung lässt die Anwendung der Richtlinie 2000/31/EG und speziell die Vorschriften der Artikel 12 bis 15 dieser Richtlinie zur Verantwortlichkeit der Vermittler unberührt.

Die entsprechende Richtlinie bleibt also zunächst erhalten; inwiefern das TMG – welches sich zumindest teilweise draus ableitet – in seiner jetzigen Form bestehen bleibt, ist dennoch abzuwarten.

Das gehört in ein Impressum!

Zudem verhält es sich so, dass neben dem TMG parallel die Informationspflichtenverordnung besteht. Diese besagt, dass Dienstleister ihren Kunden umfassende Informationen über sich darstellen müssen – und überschneidet sich dementsprechend zu großen Teilen mit anderen Gesetzestexten.

So ist den §§ 5 und 6 TMG umfangreich aufgelistet, was Betreiber eines „Telemediums“ ihren Nutzern im Impressum laut Datenschutz mitteilen müssen. Hierzu zählen u.a.:

  • klare Kennzeichnung einer kommerziellen Nutzung
  • Name und Anschrift der Niederlassung sowie die rechtliche Vertretung
  • bei juristischen Personen: die entsprechende Rechtsform
  • ggf. zuständige Aufsichtsbehörde
  • entsprechende Register (Handelsregister, Vereinsregister etc.)
  • sofern der Online-Dienst zur Ausübung eines Berufes gehört: die gesetzliche Berufsbezeichnung, die jeweilige Berufskammer, Name der „berufsrechtlichen Regeln“ und wo diese eingesehen werden können
  • die Umsatzsteueridentifikationsnummer bzw. die Wirtschafts-Identifikationsnummer
  • Angaben über mögliche Aktiengesellschaften
  • Kontaktdaten – postalisch als auch elektronisch

Die Mitteilung dieser Informationen müssen als solche zu erkennen sein (indem sie entsprechend betitelt werden), immer zur Verfügung stehen und „unmittelbar erreichbar“ sein. Hinsichtlich letzterem wird empfohlen, dass sowohl Datenschutzerklärung als auch Impressum entsprechend Datenschutz-Vorgaben von jeder Unterseite eines Webangebotes mit zwei Klicks zu erreichen sein sollen.

In Abs. 2 § 5 TMG ist weiterhin zu lesen:

Weitergehende Informationspflichten nach anderen Rechtsvorschriften bleiben unberührt.

Das bedeutet: Mitunter müssen noch weitere Angaben ins Impressum. Der Online-Datenschutz begründet nämlich, wie oben erwähnt, auch noch andere Gesetzestexte, welche ebenfalls spezielle Auflagen beinhalten können. Da all diese Vorschriften äußert umfangreich sind, verlieren Laien schnell den Überblick. Lassen Sie Ihr Angebot im Zweifelsfall rechtlich prüfen – viele Anwälte sind inzwischen auf Wettbewerbsrecht und Datenschutz spezialisiert und helfen Ihnen bei der Formulierung eines validen Impressums.

Wer braucht ein Impressum?

Kurz gesagt: Jede Webseite, die nicht privat ist bzw. Gewinnzwecke verfolgt. Das TGM spricht im § 5 Abs. 1 von Dienstanbietern, welche

geschäftsmäßige, in der Regel gegen Entgelt angebotene Telemedien

besitzen. Konkret heißt das: Wer Waren oder Dienste verkauft, für den gilt die Impressumspflicht. Dies dürfte mit ziemlicher Sicherheit die große Mehrheit aller Onlineangebote darstellen.

Ein persönlicher Blog und ähnliche Formate benötigen in der Regel kein Impressum. Der „übliche“ Datenschutz muss natürlich auch von solchen Angeboten gewahrt werden, etwa in Form der Datenschutzerklärung – dazu jedoch an späterer Stelle mehr.

Die DSGVO beinhaltet sehr umfangreiche und strenge Auflagen für Seitenbetreiber. Nur weil eine Webseite nicht kommerziell ist, heißt das nicht automatisch, dass ein Impressum grundsätzlich nicht verlangt wird. Bereits das Benutzen von Werbeprogrammen oder das Setzen von Affiliate-Links kann zur Folge haben, dass eine Webseite den Bereich des rein Privaten verlässt und als kommerziell eingestuft wird. Auch wenn Sie eine private Seite führen, kann ein Impressum deshalb nicht schaden.

Bitte beachten Sie hierzu: Die hier dargestellten Auflagen für ein Impressum bezüglich Datenschutz beziehen sich auf deutsche Webseitenbetreiber. Gesetze zur Gestaltung von Online-Angeboten sind trotz aller Bemühungen nach wie vor größtenteils Ländersache. Insofern ist es natürlich gut möglich, dass eine ausländische Seite Sie nicht derart über die Verantwortlichen einer Webseite informieren muss. Wenn eine englischsprachige Seite solche Informationen darstellt, sind diese in der Regel unter Beschreibungen wie „about this site“ oder „legal notice“ vermerkt.

Fehlendes Impressum – das kann abgemahnt werden!

Ein fehlendes Impressum missachtet den Datenschutz und verstößt vor allem auch gegen das Wettbewerbsrecht. Eine Sanktion erfolgt deshalb in der Regel über Abmahnungen. Dies wird jedoch nicht grundsätzlich von einer zentralen Stelle angeleitet oder kontrolliert. Zwar existiert in Deutschland eine Wettbewerbszentrale, welche Abmahnungen aussprechen darf; verantwortlich für das Aufzeigen eines Verstoßes sind hauptsächlich andere Wettbewerber. Abgesehen davon sind nach § 8 Absatz 3 im Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb auch rechtsfähige Verbände oder Industrie-, Handels- und Handwerkskammern abmahnberechtigt. Wer also als Privatperson eine Abmahnung erwirken will, der muss dies über eine befähigte Stelle geltend machen.

Die Kosten einer Abmahnung können je nach Fall variieren und deshalb kaum beziffert werden – denn theoretisch könnte dabei sowohl nach TMG als auch nach UWG sanktioniert werden. Grundsätzlich sind Bußgelder bis zu 500.000 Euro möglich.

Bevor Sie bei einer abmahnfähigen Partei eine Abmahnung erwirken wollen, kann zunächst der Kontakt zum Seitenbetreiber selbst gesucht werden. Sollten Sie selbst eine Abmahnung wegen fehlendem Impressum respektive missachtetem Datenschutz erhalten haben, dann prüfen Sie diese – gefälschte Abmahnungen sind eine typische Betrügermasche. Sie sollte den vollständigen Namen des Abmahners, den Gegenstand der Abmahnung, die möglichen rechtlichen Konsequenzen, eine konkrete Frist und vor allem eine Unterlassenserklärung beinhalten. Letztere ist für den Abgemahnten wichtig, denn durch das Ausfüllen der selbigen verpflichtet dieser sich, die beanstandete Handlung zukünftig zu unterlassen.

Zudem sollten Unternehmen, die neben ihrer eigenen Internetseite ein Profil auf sozialen Netzwerken pflegen, dieses ebenfalls mit einer solchen Anbieterkennzeichnung versehen – dies gilt für facebook, twitter, Xing und ähnliche Angebote. In entsprechenden Gerichtsverhandlungen wurde wiederholt betont, dass diese ja häufig ebenfalls zu Marketingzwecken genutzt werden. Dementsprechend gilt die Impressumspflicht auch für diese Auftritte.

Impressum und Datenschutzerklärung in einem? Betreiber riskieren Sanktionen!

Neben dem Impressum, welches laut Datenschutz Angaben zur Verantwortlichen der Seite enthält, existiert zudem noch die Datenschutzerklärung. Diese muss umfangreich erläutern, welche Art von personenbezogenen Daten eine Webseite erhebt, wie diese verarbeitet werden und welche Rechte Verbraucher bezüglich dieser Datenerhebung haben. Im Gegensatz zum eher unternehmerischen Charakter von einem Impressum ist diese Datenschutz-Erläuterung von jedem Online-Service aufzusetzen, welcher dauerhaft eindeutig nachvollziehbare Informationen über eine natürliche Person erhebt und verarbeitet.

Bis vor einigen Jahren war eine – meist nicht besonders ausführliche – Datenschutzerklärung im Impressum noch ausreichend. Dies ist jedoch längst nicht mehr der Fall. Der alleinige Hinweis auf eine Datenerhebung ohne konkrete Ausführungen kann schnell abgemahnt werden. Neben den umfangreichen Angaben sollten Datenschutzerklärung und Impressum getrennt angelegt und eindeutig als solche gekennzeichnet sein.

Mitunter könnte es möglich sein, die Erklärung zum Datenschutz im Impressum unterzubringen – auch für solch einen Fall würden dann die üblichen Auflagen gelten. Zudem sollten beide Teilbereiche dann auch durch separate Benennung als solche gekennzeichnet sein. Seitenbetreiber sollten also Impressum und Datenschutz-Hinweise grundsätzlich getrennt voneinander aufführen, um unnötige Probleme zu vermeiden.

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Ein korrektes Impressum für Webseiten und E-Mails erzeugen: So geht es richtig

Die strengen Regeln für die Impressumspflicht auf Webseiten ist eine Besonderheit in Deutschland. In kaum einem anderen Land sind die Vorschriften zur „Anbieterkennzeichnung“ im Internet so streng wie hier.

1. Impressum Generator und die DSGVO: Was ändert sich?

Durch die im Mai 2020 in Kraft getretene Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) sind beim Impressum auf Webseite keine Änderungen notwendig. Aber alle Datenschutzerklärungen auf Webseiten müssen zum in Kraft Treten der DSGVO im Mai 2020 neu erstellt werden.

Wir haben dafür allen eRecht24 Premium Nutzern einen DSGVO-konformen Datenschutz Generator zur Verfügung gestellt.

2. Brauchen private Webseiten ein Impressum?

Rein private Webseiten benötigen eigentlich kein Impressum. Aber Vorsicht: die wenigsten Webseiten sind wirklich „rein privat“. Schon ein Werbebanner reicht aus, dann gilt die eigene Homepage nicht mehr als privat und es besteht eine Impressumspflicht.

3. Impressum für Firmen und Unternehmer

Eine Firmenhomepage, also die Webseite einer juristischer Person wie etwa eine GmbH, GbR, OHG, AG oder UG und Ltd. benötigen ein vollständiges Impressum. Das Gleiche gilt für alle Freiberufler, Selbständigen und Einzelunternehmer, die nicht als juristische Person auftreten.

Kurz gesagt: Jeder Unternehmer und jeder, der gewerblich handelt, muss auf seiner Website über ein rechtssicheres Impressum verfügen. Dabei spielt es keine Rolle, ob Sie das Impressum für einen Onlineshop benötigen oder für Ihre Firmenhomepage.

4. Das Impressum durch einen Anwalt erstellen lassen?

Das ist natürlich die sicherste Variante. Spezialisierte Anwälte wissen auch bei Besonderheiten wie etwa berufsrechtlichen Vorschritten, worauf zu achten ist und haften für ihre Arbeit. Der Nachteil: natürlich gibt es ein Impressum beim Anwalt nicht kostenlos.

Mit dem Generator: Impressum Vorlage zum Download

Sie können es sich schwer machen und alle möglichen Muster, Vorlagen oder Beispiele für ein Homepage-Impressum im Netz durchsuchen. Oder Sie nutzen einfach unseren kostenlosen Impressums-Generator.

Hier werden Sie Schritt für Schritt durch die notwendigen Schritte geführt. Egal ob Einzelunternehmer, Blog, Webseite einer GbR oder Freiberufler, der Generator berücksichtigt die verschiedenen Unternehmensformen. Am Ende steht Ihr Impressum als fertige Vorlage zum Download bereit.

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Impressum in Englisch erstellen mit Mustervorlage

Für englische oder internationale Webseiten bietet der Generator bei eRecht24 Premium auch eine Vorlage in englischer Sprache. Sie können das Impressum natürlich auch direkt zweisprachig in Deutsch und Englisch erstellen.

Dazu ein Hinweis, weil wir dazu oft gefragt werden: Wenn Sie sich als internationales Unternehmen auch an deutsche Nutzer wenden, sollten Sie das Impressum zweisprachig halten. Also einmal in Deutsch und dann zusätzlich in Englisch.

Ein Impressum für E-Mails erzeugen?

Was oft vergessen wird: Auch E-Mails benötigen ein Impressum. Zumindest dann, wenn die E-Mails von einem Unternehmen oder selbständigem Unternehmer verschickt werden. Der Inhalt eines Impressums für E-Mails ist aber derselbe wie der Inhalt eines Impressums für eine Website. Sie können mit unserem Generator also auch ein rechtssicheres E-Mail Impressum erstellen.

Impressumspflicht in Österreich und der Schweiz

Auch in anderen Ländern wie Österreich und die Schweiz gibt es bestimmte Pflichtangaben und Gesetze für das Internet, die vorschreiben welche Angaben auf das Impressum einer Homepage gehören. In Österreich sind diese Angaben in § 5 Abs. 1 E-Commerce-Gesetz geregelt.

Im Wesentlichen deckt sich die Impressumspflicht in Österreich mit den Angaben, die deutsche Webseitenbetreiber machen müssen. Es gibt natürlich einige sprachliche Besonderheiten wie etwa „Firmenbuchnummer“ und „Firmenbuchgericht“ statt Handelsregister und Registergericht in Deutschland. Ansonsten ähneln die Pflichtangaben für Webseiten in Österreich denen in Deutschland.

In der Schweiz sind die Vorschriften für das Impressum einer Webseite nicht ganz so streng. Hier regelt § 3 des Schweizer UWG die Mindestanforderungen für ein Impressum. Unternehmer müssen „klare und vollständige Angaben über seine Identität und Kontaktadresse einschließlich derjenigen der elektronischen Post machen“. Auch Schweizer Webseitenbetreiber sind mit unserem Generator also auf der sicheren Seite, da das deutsche Recht mehr Angaben vorschreibt als das Schweizer Recht.

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