Proficharts mit Bollinger Bands – Binäre Optionen 2020

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Proficharts mit Bollinger Bands

1. August 2020 By Redaktion Kommentar verfassen

Kostenlose Proficharts mit Bollinger Bands

Bollinger Bands sind eine sehr gute Hilfe bei der Analyse der Kurse und viele Anbieter von Charts haben die Bollinger Bands als Indikator zur Auswahl, da diese auch gerne genutzt werden!

Die Bollinger Bands kennzeichnen die höchsten und niedrigsten Punkte beim Kursverlauf, was bei einem Durchbruch ein deutliches Signal für den Einstieg in den Handel mit binäre Optionen sein kann.

Leider fehlt gerade bei den Anfängern das Verständnis für die Bollinger Bands und viele wissen nicht einmal wie man diesen Indikator bei einem Profichart einstellen muss, was ich in diesem Artikel erklären möchte…

Bollinger Bands in Proficharts nutzen

Gerade binäre Optionen Einsteiger sind mit der Analyse und auch schon mit den Proficharts überfordert, wissen nichts mit den vielen unterschiedlichen Indikatoren anzufangen und nutzen diese auch nicht!

Eines der bekanntesten und auch beliebtesten Indikatoren sind die Bollinger Bands, welcher beim Kursverlauf die höchsten und niedrigsten Ausschläge anzeigt.

Doch schon das Einstellen der Bollinger Bands ist für Anfänger keine einfache Aufgabe, da viele nicht wissen wo man die Bollinger Bands aktivieren muss, um es für die Analyse der Kurse zu nutzen.

Proficharts mit Bollinger Bands einstellen

Wie ich schon oft geschrieben habe, bieten die Broker für binäre Optionen keine wirklich guten Charts für eine Analyse der Kurse an, weshalb man als binäre Optionen Trader auf Proficharts der Forex-Anbieter zurück greifen sollte!

Ich möchte hier die folgenden Profichart-Anbieter zeigen:

  • Free Stock Charts
  • Investing
  • eToro
  • Metatrader

Alle vier Profichart-Anbieter können kostenlos genutzt werden, wobei die ersten beiden nicht einmal eine Registrierung erfordern, die letzten beiden benötigen einen entsprechenden Account bei einem Broker, um auf die Kurse zugreifen zu können, was aber ebenfalls kostenlos ist.

Proficharts mit Bollinger Bands bei freestockcharts.com

Dieser Anbieter für Proficharts hat sehr viele Funktionen, welche schon ohne Anmeldung genutzt werden können und wenn man sich auf der Seite registriert, hat man Zugriff auf noch mehr Daten!

Ich würde diesen Anbieter mit seinen Proficharts eher fortgeschrittenen Tradern empfehlen, denn Anfänger könnten mit den vielen Funktionen etwas überfordert sein, da wirklich viele Indikatoren, nicht nur die Bollinger Bands, zu Verfügung stehen.

Hier ein Bild der Proficharts mit Bollinger Bands:

Proficharts mit Bollinger Bands nutzen

Die Bollinger Bands findet man bei diesem Profichart in der linken oberen Ecke, neben der Angabe des Währungspaares, unter der Bezeichnung „Add Indicator“, wo man dann einfach die Bollinger Bands auswählen muss, um diese im Chart angezeigt zu bekommen.

Die Bollinger Bands werden in diesem Profichart bei FreeStockCharts mit der oberen und unteren grünen Linie angezeigt, dazwischen verläuft der Kurs des gewählten Währungspaares.

Proficharts mit Bollinger Bands bei investing.com

Bei diesem Anbieter kann man aus verschiedenen Proficharts wählen, welche in die Kategorien Forex, Futures, Indizes und Aktien unterteilt sind und entsprechend wählen muss!

Hat man seine Wahl getroffen, bekommt man auch hier einen tollen Profichart mit unterschiedlichen Indikatoren, jedoch sind die Funktionen hier deutlich einfacher gehalten als beim vorherigen Anbieter.

Hier ein Bild der Proficharts mit Bollinger Bands:

Proficharts bei Investing mit Bollinger Bands

In diesem Profichart sieht man die Bollinger Bands mit schwarzen Linien eingezeichnet und ebenfalls auch eine Linie für den Kursmittel, wobei alle drei Linien bzw. die Bollinger Bands nach Auswahl immer automatisch erscheinen.

Bei Investing kann man die Einstellung der Bollinger Bands direkt über den Profichart finden, welche unter den Menüpunkt „Studien“ aktiviert werden kann.

Proficharts mit Bollinger Bands bei etoro.com

Die Social Trading Plattform eToro ist der populärste Forex Broker und hat auch ein kostenloses Demokonto, wo man die Proficharts in zwei Ausführungen nutzen kann, mit unterschiedlichen Einstellungen und Bollinger Bands!

Die Proficharts von eToro sind absichtlich ganz einfach gehalten, damit sich auch Anfänger schnell zurecht finden können, bieten aber alle wichtigen Indikatoren für eine Analyse der Kurse, um Einstiegspunkte für den Handel mit binären Optionen ermitteln zu können.

Hier ein Bild der Proficharts mit Bollinger Bands:

Proficharts bei Etoro

Bei eToro hat man Zugriff auf die gleichen Proficharts wie die von Investing, da der kleine Profichart von eToro im Webtrader nicht über die Bollinger Bands verfügt.

So muss man die Proficharts von Investing direkt im eToro Webtrader öffnen und hat dort die selben Funktionen wie oben beschrieben, kann dort dann ebenfalls die Bollinger Bands mit den selben Schritten aktivieren.

Proficharts mit Bollinger Bands im Metatrader

Der Metatrader ist eine Trading Software, welche speziell für Profis entwickelt wurde und bietet daher auch die meisten Funktionen, inklusive den Bollinger Bands, für Analysen!

Die Metatrader Software kann man sich kostenlos herunterladen, sollte aber mit einem Broker verknüpft sein, um auf die Kurse zugreifen zu können, weshalb es ratsam ist den Metatrader bei einem Forex Broker zu beziehen, da dann der Metatrader gleich mit dem Account verbunden ist und so ohne Probleme genutzt werden kann.

Hier ein Bild der Proficharts mit Bollinger Bands:

Metatrader Proficharts mit Bollinger Bands

Ich habe hier nur einen Teil des Metatraders abgebildet und auch hier bestehen die Bollinger Bands aus drei Linien, welche oben, unten und in der Mitte verlaufen. Der Metatrader welcher hier zu sehen ist, habe ich mit meinem Account bei Markets verknüpft, was mir den Zugriff auf die Daten dieses Forex Brokers ermöglicht.

Die Bollinger Bands stellt man beim Metatrader in der Symbolleiste, unter Indikatoren ein, oder im Menü unter „Einfügen==>>Indikatoren==>>Trend==>>Bollinger Bands“, kann aber diese Trendlinien auch im Navigator aktivieren. Mit dem Metatrader muss man sich einfach selber vertraut machen, würde es aber nur für fortgeschrittene und Profis empfehlen.

Der Metatrader ist am besten auf Bildschirmen ab 24 Zoll zu nutzen, denn so kann man dann mehrere Indikatoren anzeigen lassen, welche beim Handel und bei der Analyse gleich sichtbar sind und so nicht lange gesucht werden muss.

Wenn man sich für den Metatrader entschliesst, dann würde ich ein Demokonto bei einem Forex Broker empfehlen, um so Zugriff auf den Metatrader des jeweiligen Anbieters zu bekommen!

Hier zwei gute Forex Broker:

Bei allen Anbietern für Proficharts kann man ausser den Bollinger Bands auch noch andere Indikatoren verwenden, wobei der Metatrader natürlich die umfangreichsten Funktionen bietet und an die eigenen Bedürfnisse angepasst werden kann.

Natürlich benötigt man auch einen geeigneten Broker für den Handel mit binären Optionen und für diesen Fall kann ich den Binär Broker Banc de Swiss empfehlen, welcher einen Sitz in Deutschland hat und auch der führende deutschsprachige Anbieter für binäre Optionen ist!

Wie man unterschiedliche Analysen mit den Bollinger Bands erstellen kann, erfährt man im Buch von John Bollinger selber.

Der Autor und Entwickler der Bollinger-Bänder, John Bollinger, gibt in seinem Werk Einblick in die Verfahrensweise und beschreibt einen Weg, die Bollinger-Bänder selbst einzusetzen und zu nutzen.

Das beginnt mit der Wahl des richtigen Zeitrahmens für die Analyse, geht hin bis zur Wahl der korrekten Bandbreite und führt zum Erkennen und Auswerten der Chart-Aussagen. (Quelle: amazon.de)

Wer sich für das Buch interessiert, kann sich nachfolgend informieren…

Wenn man sich das Buch genau durchliest, kann man mit den Bollinger Bands komplette Analysen für den Handel mit binäre Optionen und auch Forex erstellen, hat dann einen sehr großen Vorteil beim Handel mit binären Optionen, was sich auch bei der Rendite bemerkbar machen wird…

Binäre Optionen Strategie mit Bollinger Bändern: Funktionsweise, Handelssignale, Stärken und Schwächen

Das 95 % Prinzip der doppelten Standardabweichung

Wer nach einer Binäre Optionen Strategie mit Bollinger Bändern sucht, stößt nicht nur bei YouTube ganz besonders häufig auf Bollinger Bänder. Wie funktionieren Bollinger Bands? Welche Strategien lassen sich damit umsetzen? In welchen Märkten eignet sich der Indikator? Diese und weitere Fragen zu Bollinger Bändern werden hier beantwortet.

  • Das mittlere Band ist ein gleitender Durchschnitt
  • Das obere und das untere Band sind jeweils zwei Standardabweichungen vom mittleren Band entfernt
  • 95 % der Kurse liegen zwischen oberen und unterem Band
  • Die Distanz zwischen oberem und unterem Band verändert sich mit der Marktvolatilität
  • In starken Trendphasen notiert der Markt sehr nahe am oberen oder unteren Band
  • Antizyklische Positionen sind beim Übergang der Bänder von Expansions- in Kontraktionsphasen sinnvoll

1. Prinzip und Berechnung von Bollinger Bändern

Um das Prinzip Hinter Bollinger Bändern zu verstehen, soll zunächst ein einfacher gleitender Durchschnitt betrachtet werden. Übersteigt der Markt seinen Durchschnitt von unten nach oben, gilt dies in der technischen Analyse meistens als Kaufsignal.

Gleitende Durchschnitte werden mitunter mit Prozentbändern kombiniert. Ein 2 % Band etwa besteht aus zwei Linien: Eine verläuft 2 % über dem Durchschnitt, eine 2 % darunter. Nähert sich der Markt dem oberen Band, könnte dies als Hinweis auf eine bald bevorstehende Korrektur nach unten gewertet werden.

Prozentbänder sind allerdings naturgemäß statisch. Eine Marktbewegung um 2 % kann in einem ruhigen Markt einen bemerkenswerten Impuls mit entsprechend großem Korrekturpotenzial darstellen, zugleich in einem volatilen Markt jedoch von untergeordneter Bedeutung sein.

Bollinger Bänder setzen bei dieser Problemstellung an. Auch hier wird ein gleitender Durchschnitt von zwei Bändern begleitet, von denen eines über und eines unter dem Durchschnitt verläuft. Der Abstand zwischen dem gleitenden Durchschnitt und den Bändern ist allerdings nicht fix, sondern wird über eine doppelte Standardabweichung definiert.

Was bedeutet das? Es bedeutet erstens, dass die Distanz zwischen dem oberen und dem unteren Band sich vergrößert, wenn die Marktvolatilität zunimmt. Ebenso verringert sich der Abstand zwischen den Bändern bei abnehmender Volatilität. Zweitens führt der Einsatz der doppelten Standardabweichung dazu, dass 95 % der Kurse innerhalb der beiden Bänder notieren.

Die Berechnung von Bollinger Bändern ist relativ einfach. Das mittlere Band entspricht dem gleitenden Durchschnitt mit der gewählten Periodenlänge. Das obere Band ergibt sich durch die Addition des zweifachen der Standardabweichung über die gewählte Periodenlänge zum mittleren Band. Das untere Band wird dementsprechend durch die Subtraktion des zweifachen der Standardabweichung über die gewählte Periodenlänge ermittelt.

Bollinger Bänder sind in nahezu jeder Charting Software enthalten. Das Konzept wurde bereits in den 1980er Jahren durch John Bollinger entwickelt und wird seit geraumer Zeit zur Marktanalyse eingesetzt. Im Zusammenhang mit Binären Optionen finden sich Verweise sehr häufig in YouTube Videos, in denen die Bänder als vollständiges Handelssystem dargestellt werden.

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2. Interpretation von Bollinger Bändern

Wie werden Bollinger Bänder interpretiert? Eine verkürzte, aber in vielen Publikationen immer wieder anzutreffende Interpretation lautet, dass das obere und das untere Band als Kursziel zu verstehen seien. Dementsprechend könnte bei Kursen nahe am oberen Band eine Shortposition, bei Kursen nahen unteren Band eine Longposition eröffnet werden.

Es ist ausdrücklich davon abzuraten, Bollinger Bänder als einfache Überkauft/Überverkauft Indikatoren zu betrachten. Eine Interpretation ist nur im Kontext des übergeordneten Trends sinnvoll. Wird dieser Kontext nicht berücksichtigt, produzieren Bollinger Bänder notwendigerweise Fehlsignale.

Der übergeordnete Trend spiegelt sich in Expansions- und Kontraktionsphasen der Bollinger Bänder wider. In der Abbildung unten ist der Indikator in einem Chart des AUD/CAD zu sehen. Es lässt sich deutlich erkennen, dass der Markt in stärkeren Trendphasen für einen längeren Zeitraum am oberen bzw. unteren Band notiert. Wer in einem solchen Szenario antizyklische Positionen eröffnet, handelt zwangsläufig mit Verlust, über dessen Höhe allein die Maßnahmen zur Verlustbegrenzung entscheiden.

Deutlich zu sehen: Die Bänder durchlaufen Expansions- und Kontraktionsphasen

Zu betrachten sind deshalb die Entfernung des Marktes von den Bändern, die Entfernung des Marktes vom gleitenden Durchschnitt und der Abstand zwischen den Bändern. Dietmar Rübsamen schreibt dazu in seinem 2004 in 1. Aufl. erschienenen Werk „Technische Kumulationsanalyse“: „In einer Trendphase denen sich die Bänder aus, und der Kurs wird sich beispielsweise in einem intakten Aufwärtstrend immer im Bereich des oberen Bollinger Bands bewegen. Solange die Expansion der Bänder anhält, darf deshalb nicht gegen den der Bewegung zugrunde liegenden Trend gehandelt werden. Antizyklischer Handel ist erst beim Übergang von Expansions- zu Kontraktionsphase sinnvoll. In diesem Fall flachen sich die Bänder wieder ab und beginnen bei einem noch sehr großen Abstand zwischen dem oberen und dem unteren Band eine kurze Zeit abzuflachen und schließlich horizontal zum Kurs zu verlaufen. Nur in dieser Phase ist antizyklische Handel optimal, da die Bänder aufgrund eines reifen Trends nun echte Widerstands- und Unterstützungsfunktionen darstellen.“

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Die Abbildung unten zeigt einen Chart mit der Entwicklung des Ölmarktes. Wie sich gut erkennen lässt, notiert der Markt insbesondere in starken Phasen nahe am unteren bzw. oberen Band. Links im Chart ist eine stärkere Abwärtstrendphase zu sehen, während der sich der Markt kaum vom unteren Band entfernt. Rechts im Chart ist dagegen ein starker Aufwärtstrend zu sehen, während der der Markt fast durchgängig am oberen Band notiert. In der Mitte findet sich eine längere Konsolidierungsphase, während der antizyklisches Handeln in der Tat vorteilhaft gewesen wäre.

Deutlich zu sehen: in trendstarken Phasen notiert der Markt nahe an einem Band

3. Bollinger Band Strategie: So kann es gehen

Wie lässt sich eine Binäre Optionen Strategie mit Bollinger Bändern konkret umsetzen? Zunächst bedarf es einer Erörterung des übergeordneten Trends. In starken Trendphasen sind Bollinger Bänder kaum als alleiniger Indikator geeignet, da der Markt fast durchgängig am oberen bzw. unteren Band notiert. Interessant für die Betrachtung von Bollinger Bändern sind Korrekturphasen. In seitwärts verlaufenden Trends kann Indikator als Oszillator damit als Überkauft- bzw. Überverkauft Indikator betrachtet werden. Auch in Trendphasen lässt sich der Indikator einsetzen: Relevant sind hier die Konsolidierungsphasen innerhalb des Trends. Während einer Konsolidierung unterschreitet der Markt häufig den gleitenden Durchschnitt und somit das mittlere Band. Kommt es nach einem solchen Unterschreiten zur Wiederaufnahme des Trends, kann das Überschreiten des mittleren Bandes als Handelssignal interpretiert werden.

Die Abbildung unten zeigt einen Chart mit vier Handelssignalen. Diese wurden durch eine Kombination aus Bollinger Bändern und Oszillator ausgelöst. Deutlich sichtbar: Es kommt zu Signalen, wenn die Bänder entweder über einen längeren Zeitraum waagerecht verlaufen sind oder der Übergang von der Expansions- in die Kontraktionsphase erfolgt. Nur dann sind Kurse in der Nähe eines der Bänder möglicherweise überkauft bzw. überverkauft.

Kurse am unteren Band können als Einstiegssignale bewertet werden

4. Schwächen der Strategie

  • Das Intervall mit doppelter Standardabweichung gaukelt Sicherheit vor
  • In trendstarken Phasen verlaufen die Kurse nahe an einem Band

Bollinger Bänder sind nicht frei von Schwächen. Ein häufiges Missverständnis besteht im Hinblick auf die Tatsache, dass 95 % der Kurse sich innerhalb der Bänder befinden. Das ist ganz allein auf die Verwendung einer doppelten Standardabweichung zur Messung des Abstands zum Durchschnitt zurückzuführen. Die Bänder reagieren dadurch sehr schnell auf Kursveränderungen. Das bedeutet allerdings nicht, dass einem Kurs oberhalb des oberen Bandes zwangsläufig fallende Kurse folgen müssten. Vielmehr bedeutet es, dass das Band nach einem oberen Ausbruch sehr stark ansteigt und deshalb den nächsten Kurs wieder einschließt.

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5. Alternative zu Bollinger Bands I: MACD

Der MACD (Moving Average Convergence Divergence) ist bis zu einem gewissen Grad mit Bollinger Bändern verwandt. Der durch Gerald Appel entwickelte Indikator besteht aus mehreren exponentiell gewichteten gleitenden Durchschnitten. Im Chart sind zwei Linien sichtbar: Eine schnellere MACD Linie und eine langsamere Signallinie.

Die MACD Linie ist die Differenz zwischen zwei Durchschnitten. In den Standardeinstellungen der meisten Chart-Programme werden diese mit 12 und 26 Tagen Länge berechnet. Für die Signallinie wird gemeinhin ein 9-Perioden-Durchschnitt verwendet. Zu Kauf- bzw. Verkaufssignalen kommt es, wenn sich die beiden Linien überkreuzen. Überkreuzt die schnellere MACD Linie die Signallinie von unten nach oben, handelt es sich um ein Kaufsignal. Kommt es dagegen zu einem Überkreuzen von oben nach unten, liegt ein Verkaufssignal vor. Der MACD oszilliert um eine Nulllinie herum. Dadurch werden zusätzlich Hinweise auf überkaufte bzw. überverkaufte Situationen geliefert.

Der Abstand des MACD von der Nulllinie gilt als Filter für die durch Überkreuzungen generierten Handelssignale. Besonders relevant sind Kaufsignale demnach, wenn der MACD weit unterhalb der Nulllinie im überverkauften Bereich verweilt.

6. Alternative zu Bollinger Bands II: Gleitende Durchschnitte

Gleitende Durchschnitte sind sehr einfache und häufig eingesetzte Indikatoren. Ein einfacher gleitender Durchschnitt misst den durchschnittlichen Schlusskurs der letzten n Perioden. n ist grundsätzlich frei wählbar, bei den Perioden kann es sich um Minuten, Viertelstunden, Stunden, Tage, Wochen Monate etc. handeln.

Gleitende Durchschnitte funktionieren wie eine Art geglättete Trennlinie. In Aufwärtstrends verläuft der Markt über seinem gleitenden Durchschnitt, in Abwärtstrends darunter. Überkreuzt der Markt seinen gleitenden Durchschnitt von unten nach oben, gilt dies gemeinhin als Kaufsignal.

In der Abbildung unten ist ein Chart mit zwei gleitenden durchschnitten zu sehen. Diese weisen Periodenlängen von 18 bzw. 48 Handelstagen auf. Gut erkennbar: Der Durchschnitt mit 18 Tagen Länge reagiert sehr viel schneller auf Trendwechsel als der längere Durchschnitt.

Chart mit zwei EMAs

Der Zusammenhang zwischen der Länge von gleitenden Durchschnitten und ihre Reagibilität auf Marktveränderungen ist zugleich die größte Aufgabe bei der Optimierung von Handelsstrategien. Werden sehr sensitive gleitende Durchschnitte eingesetzt, generieren diese sehr häufig Signale und produzieren eine hohe Trefferquote. Es kommt zu Kaufsignalen, ohne dass der Markt tatsächlich steigt und zu Verkaufssignalen, ohne dass der Trend tatsächlich gebrochen wird.

Werden sehr lange Durchschnitte verwendet, erzeugen diese erst in einem sehr späten Stadium von Kursbewegungen Handelssignale. Das führt dazu, dass die Eröffnung von Positionen in einem Aufwärtstrend erst erfolgt, wenn die Kurse bereits relativ weit gelaufen sind. Diesen Zielkonflikt zu optimieren, gehört zu den wichtigsten Aufgaben bei der Entwicklung von Strategien mit gleitenden Durchschnitten.

7. Alternative zu Bollinger Bands III: Prozentbänder

Kombinieren Sie einen gleitenden Durchschnitt mit Prozentbändern und Sie erhalten ein mit Bollinger Bändern eng verwandtes Indikatorkonzept. Ein Prozentband wird mit einem festgelegten Abstand zum gleitenden Durchschnitt in den Chart gezeichnet. Vor allem in Seitwärtsphasen gelten Kurse nahe den Prozentbändern als antizyklische Handelssignale.

8. Bollinger Bands in Verbindung mit weiteren Chartsignalen

Wie für alle Indikatoren gilt auch für Bollinger Bänder, dass eine isolierte Betrachtung nie so gute Ergebnisse erzielen kann wie die Betrachtung im Kontext weiterer Indizien.

Widerstand und Unterstützung

Angenommen, der Markt durchbricht nach Kursen in der Nähe des unteren Bands den gleitenden Durchschnitt. Dann liegt ein Kaufsignal vor. Dieses wird deutlich verstärkt, wenn mit dem Überschreiten des mittleren Bandes auch das Überschreiten eines charttechnisch signifikanten Widerstands einhergeht.

Andersherum wäre es fahrlässig, das Überschreiten des Mittelbandes als Kaufsignal einzustufen, wenn kurz über dem Band ein signifikanter Widerstand liegt. Die Eröffnung einer Position sollte erst erfolgen, wenn diese überwunden wurde. Scheitert der Markt an einem Widerstand und fällt er danach wieder unter das mittlere Band zurück, verstärkt dies das Verkaufssignal.

Kursformationen und Trendlinien

Auch für Kursformationen und Trendlinien gilt, dass das kombinierte Auftreten von charttechnischen Signalen und Bollinger Bänder Signal die Aussagekraft erhöht. In der Abbildung unten ist ein Chart mit dem Kursverlauf des USD/CAD zu sehen. Der Markt notiert zunächst in der Nähe des unteren Bandes, bevor eine Aufwärtstrendbewegung einsetzt. Im Rahmen dieser Aufwärtsbewegung wird eine Abwärtstrendlinie überschritten. Dieses Überschreiten kann als besonders aussagekräftiges Kaufsignal gewertet werden.

Hier wird das Überschreiten von mittlerem Band und Trendlinie als Kaufsignal interpretiert

Genauso verhält es sich mit Kursformationen wie zum Beispiel der Schulter Kopf Schulter Formation. Der Bruch der Nackenlinie ist ein Handelssignal. Geht dieses mit einem Unterschreiten des mittleren Bandes einher, wird das Handelssignal verstärkt.

Die Bedeutung der Umsätze

Die Umsätze sollten die Kursbewegung bestätigen. In einem starken Aufwärtstrend notieren die Kurse in der Nähe des oberen Bandes. Dies sollte mit hohen Umsätzen einhergehen. Kommt es im Rahmen einer Korrektur zu einem Rückgang des Kurses in Richtung des mittleren Bandes, sollten die Umsätze zurückgehen. Nimmt der Trend wieder an Fahrt auf und steigen die Kurse wieder in Richtung des oberen Bandes, sollte es zu einem Anstieg der Umsätze kommen. Trifft dies so zu, bestätigt dies den vorliegenden Trend.

Fazit

Bollinger Bänder können für Handelsstrategien eingesetzt werden. Es ist jedoch dringend davon abzuraten, die Bänder ohne weiteren Kontext als Überkauft und Überverkauft Indikator zu betrachten und bei Kursen in der Nähe des oberen Bandes Shortpositionen einzugehen. Das würde dazu führen, dass ausgerechnet in besonders starken Trendphasen gegen den Trend gehandelt wird. Entscheidend für die Bewertung ist auch, ob sich die Bänder in einer Kontraktions- oder einer Expansionsphase befinden.

Strategien Bollinger-Bändern Erfahrungen 2020 – Der ADX-Indikator und binäre Optionen im Test!

Wir haben bereits einige Strategien auf der Basis von technischen Indikatoren vorgestellt. Dabei haben wir auch festgestellt, dass man in den meisten Fällen lediglich zwei Arten von Indikatoren benötigt. Nämlich einen Indikator, der einen Trend anzeigt, und einen weiteren, der die Stärke bzw. die Dynamik des Trends darstellen kann. Der zweite Indikator gilt sodann als Filter-Indikator.

Auch bei dieser Strategie bedienen wir uns einem Trend-Indikator, das sind die Bollinger-Bänder, und einem Filter-Indikator, das ist der ADX.
Die Bollinger-Bänder wurden von John Bollinger, einem technischen Analysten, im Jahre 1980 entwickelt. Bollinger-Bänder bestehen aus drei Bändern, davon bildet das Band, das mittig verläuft, den gleitenden Durchschnitt des Kurses, also die Moving Average bezogen auf eine bestimmte Periode. Das untere und das obere Band werden durch die durchschnittliche Schwankungsbreite innerhalb dieser Periode bestimmt.

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Die Idee ist folgende: Laut statistischen Annahmen bewegt sich der aktuelle Kurs immer in Richtung seines Mittelwertes. Erreicht der Kurs das obere Band, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass sich der Kurs nun wieder zu seinem Mittelwert bewegt. Im Grunde genommen sind die Bollinger-Bänder zwar Trendfolge-Indikatoren, sie zeigen jedoch auch Zonen an, an denen sich der Trend kurzzeitig umkehren kann.

Bei dem ADX-Indikator handelt es sich um einen Indikator zur Trendstärkebestimmung. Der Indikator wurde von Welles Wilder, ebenfalls technischer Analyst, im Jahre 1978 entwickelt. Er vergleicht Höchst- und Tiefstkurse innerhalb einer Periode und errechnet so Extra-Werte, die darauf hindeuten, ob ein Trend besteht oder nicht. Anschließend wird die Schwankungsbreite mit in die Berechnung einbezogen. Nur so kann ein Vergleich der Auf- und Abwärtsbewegungen stattfinden und die jeweilige Stärke des Trends definiert werden.

Screen 1: Anwendung des ADX im 4-Stundenchart des S&P500

Der ADX-Indikator zeigt die Stärke des Trends an, aber nicht die Richtung. Das heißt: Steigt der ADX an, gewinnt der Trend an Stärke, unabhängig davon, in welche Richtung sich der Trend bewegt (Screen 1).

Strategie mit binären Optionen handeln

Wann können Put- bzw. Call-Optionen auf Basis der beiden Indikatoren gekauft werden?

Screen 2: 4-Stundenchart des S&P500 mit möglichen Käufen

Nehmen wir nur die Bollinger-Bänder und wenden sie auf den 4-Stunden-Chart an, könnten wir jedes Antasten an das obere Band nutzen, um Put-Optionen zu kaufen (Screen 2). An dieser Stelle sei gesagt, dass es, sofern man es auf vergangene Kurse anwendet, auch gut aussieht. Doch in der Praxis ist das Abprallen der Kurse an den Bändern nicht so einfach zu identifizieren, vor allem weil das Bollinger-Band kein vorlaufender Indikator ist, sondern aus dem Kurs berechnet wird.
Was wir aber tun könnten ist, mithilfe des ADX in Trendrichtung zu handeln. Genauer gesagt, wir kaufen nur dann Optionen, wenn der ADX einen starken Trend anzeigt und nur in Richtung dieses Trends. Unseren Kaufzeitpunkt bestimmt dann das mittlere Band der Bollinger-Bänder (Screen 3).

Screen 3: 4-Stundenchart des S&P500 mit Trendfilter ADX

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Folgende Regeln können daher aufgestellt werden:

1. Steigt der ADX während eines Aufwärtstrends deutlich an, kaufen wir Call-Optionen am mittleren Band.
2. Steigt der ADX während eines Abwärtstrends deutlich an, kaufen wir Put-Optionen ebenfalls am mittleren Band.
3. Fällt der ADX während eines Aufwärtstrends deutlich ab, kaufen wir Put-Optionen vom oberen Band aus.
4. Fällt der ADX während eines Abwärtstrends deutlich ab, kaufen wir Call-Optionen vom unteren Band aus.
Auf diese Weise nutzen wir den ADX optimal aus, indem wir in Richtung des Trends handeln, wenn der Trend stark ist und gegen den Trend nur dann, wenn der Trend schwach ist.

Fazit

Strategien, die mithilfe von technischen Indikatoren gehandelt werden, sind unter Tradern sehr beliebt. Dennoch muss man bedenken, dass die meisten Indikatoren keinen Vorlauf zu dem eigentlichen Kurs haben, sondern aus eben diesem errechnet worden sind. Daher ist es wichtig, auf die richtige Filterung zu achten.
Wenn der Filterindikator einen Trend bestätigt, dann sollte die Option immer in diese Richtung gekauft werden. Counter-Trend-Strategien sollten nur dann Anwendung finden, wenn der Filterindikator Schwäche anzeigt.

Bollinger-Bänder und ADX-Indikator – Binäre Optionen in 5 Schritten handeln

Gezielt Strategien beim Handel anzuwenden, kann die Erfolgschancen durchaus erhöhen, obgleich sie natürlich keinesfalls als Garantie für einen Gewinn zu betrachten sind. Weit wichtiger ist, dass Trader wissen, was genau binäre Optionen sind und wie sie gehandelt werden. Um Tradern die wichtigsten Informationen mit an die Hand zu geben, haben wir relevante Fakten für den Handel mit binären Optionen in der folgenden Slideshow zusammengestellt:

Mit dem Broker StockPair können solche Strategien gut umgesetzt werden. Der Broker sticht durch seine Einfachheit und die übersichtliche Trading-Plattform heraus. Darüber hinaus kann der Kunde von StockPair sich einer erweiterten Chart-Analyse-Funktion bedienen, sobald er einen Account eröffnet. Auf Anfrage beim Support ist ein Demo-Account möglich.

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