Rückblick Trading News 30. März bis 13. April 2020

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Rückblick: die wichtigsten News vom 30. März bis 13. April 2020

In den vergangenen beiden Wochen waren leider vor allem negative Meldungen an der Tagesordnung. Nach dem Anschlag in London Ende März mussten wir in der vergangenen beiden Wochen auch Terroranschläge in St. Petersburg und Stockholm erleben. Darüber hinaus nimmt der Syrien-Konflikt kein Ende. Ein Giftgas-Angriff kostete dort vielen Menschen, darunter zahlreichen Kindern, das Leben. US-Präsident Donald Trump antwortete darauf mit einem Angriff auf einen syrischen Luftwaffenstützpunkt. Auf politischer Bühne ist weiterhin der Brexit ein wichtiges Thema, während man sich in der Finanzwelt mit den sehr niedrigen Zinsen beschäftigt.

Wirtschaft

EU

Vorsorge für Scheiten des Brexits

Was passiert eigentlich, wenn die Verhandlungen zwischen Großbritannien und der EU scheitern? Ein britischer Parlamentsausschuss verlangt nun von Premierministerin Theresa May, die Kosten für diesen Fall offenzulegen. Die Abgeordneten möchten wissen, welche Folgen bei einem EU-Austritt ohne Abkommen auf die britische Wirtschaft zukommen könnten. Außerdem fordern die Abgeordneten einen Notfallplan, falls keine Einigung mit der EU erzielt wird.

Kaufkraft der Briten sinkt

Die britischen Bürger spüren die Folgen des Brexit-Votums nun auch im Geldbeutel. Die Real-Löhne stiegen in Großbritannien zuletzt inflationsbereinigt um nur 0,2 Prozent. Dieser Wert ist so niedrig wie seit Mitte des Jahres 2020 nicht mehr. Die Inflation nimmt in Großbritannien seit Monaten zu. Wenn die Inflation weiter nach oben geht, werden wohl die Real-Löhne weiter sinken und damit die Kaufkraft der Briten nachlassen. Der britische Arbeitsmarkt steht bislang noch gut da. Doch obwohl die Erwerbslosenquote so niedrig ist wie seit zwölf Jahren nicht mehr, stiegen im März die Anzahl der eingegangenen Anträge auf Arbeitslosenhilfe. Dies könnte ein Alarmsignal für den Arbeitsmarkt sein. Darüber hinaus reduzierten britische Unternehmen im Januar und Februar ihre Produktion.

Stresstest bei kleinen Banken

In den nächsten Monaten müssen sich über 1.500 Sparkassen, Volksbanken und andere Geldhäuser in einem Stresstest beweisen. Es geht dabei vor allem um die Frage, wie gut die Banken in der derzeitigen Niedrigzinsphase aufgestellt sind. Diese Niedrigzinsumfeld-Umfrage unter kleinen Banken, die nicht direkt der EZB unterstellt sind, wird schon zum dritten Mal seit 2020 durchgeführt. Zuständig dafür sind die Bundesbank und die Finanzaufsichtsbehörde BaFin. Viele Banken bekommen die niedrigen Zinsen im Euroraum immer mehr zu spüren. Ihnen fällt es zunehmend schwer, Gewinne zu erzielen.

In der Umfrage bekommen die Banken von der BaFin fünf Zinsszenarien für die nächsten vier Jahre vorgegebenen. Zudem müssen sie in einem Stresstest zeigen, wie gut sie beispielsweise mit Kreditausfällen zurechtkommen. Die Ergebnisse können dazu führen, dass die Banken ihre Eigenkapitalpolster erhöhen müssen. Die BaFin möchte auch wissen, wie sich die Niedrigzinsen auf die Vergabe von Krediten auswirken.

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Aufschwung in Spanien

Die spanische Notenbank erhöhte ihre Prognose für das Wachstum des BIP für dieses Jahr von 2,5 auf 2,8 Prozent. Damit ist der Aufschwung in Spanien stärker, als bislang gedacht. Auch für die beiden kommenden Jahre konnte die Notenbank ihre Prognosen nach oben korrigieren. Neben der Binnennachfrage, die zulegen konnte, nahm auch das Exportwachstum zu. Zudem ist nach Ansicht der Notenbank auch die Inflationsrate von drei Prozent im Januar und Februar wohl nicht dauerhaft. Für das gesamte Jahr geht die Banco de Espana von einer durchschnittlichen Inflationsrate von 2,2 Prozent aus.

Deutsche Hotels zuversichtlich

Die Hotelbranche erwartet in diesem Jahr einen Anstieg der Übernachtungen von rund zwei Prozent. Nach Ansicht von Otto Lindner, dem Chef des Branchenverbands IHA, profitiere die Hotellerie von der guten Konjunktur und der Konsumfreude in Deutschland. Zudem boomt der Tourismus in Deutschland weiterhin. Die Umsätze sollen in diesem Jahr um vier Prozent steigen und werden damit ähnlich stark bleiben wie im vergangenen Jahr. 2020 lag die durchschnittliche Zimmerauslastung bei 71 Prozent. Die Hotels konnten dabei sogar die Preise um 3,5 Prozent erhöhen. Dennoch spürt die Hotelbranche durchaus die Konkurrenz von Anbietern wie Airbnb und die Einführung von „Bettensteuern“ in manchen Städten.

Italienische Krisenbanken brauchen Kapital

Den beiden italienischen Banken Banca Popolare di Vicenza und Veneto Banco fehlen insgesamt 6,4 Milliarden Euro. Laut den beiden Banken sei dies die Einschätzung der EZB. Der Banca Popolare di Vicenza fehlen 3,1 Milliarden Euro, der Veneto Bank 3,3 Milliarden. Dennoch kämen beide Banken für eine vorsorgliche Rekapitalisierung infrage. Schon Mitte März beantragten beide Banken finanzielle Hilfen beim italienischen Staat. Um diese Hilfen zu bekommen, ist es notwendig, dass die EZB die Banken als solvent einstuft. Dies ist wohl geschehen.

Importzölle auf Stahl aus China erhöht

Die EU-Kommission hat die Einfuhrzölle auf einige Stahlprodukte aus China erhöht. So wurden beispielsweise auf warmgewaltzen Flachstahl Abgaben zwischen 18,1 und 35,9 Prozent erhoben. Auf die gleichen Produkte aus Ländern wie Brasilien oder dem Iran werden dagegen keine Importzölle erhoben. Die EU will mit dieser Maßnahme die europäischen Hersteller vor Dumpingpreisen chinesischer Produzenten schützen.

Deutschland Nummer 2 bei Steuern und Abgaben

Unter den Industrienationen hat Deutschland die zweithöchste Steuer- und Abgabelast. Dies sind die Ergebnisse einer Studie der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD). Ein alleinstehender Durchschnittsverdiener musste im vergangenen Jahr 49,4 Prozent seines Einkommens abgeben. Neben Steuern entfallen zwei Drittel der Belastung auf die Sozialversicherungsbeiträge. Nur Belgien mit 54 Prozent hat eine noch höhere Abgabelast. Der OECD-Schnitt liegt dagegen bei nur 36 Prozent. Ingo Kramer, der Präsident der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA), ist der Meinung, dass ein weiterer Anstieg negative Folgen für Beschäftigung und Wachstum haben wird.

Zudem steigen die Arbeitskosten doppelt so schnell wie in der restlichen Eurozone. Eine Arbeitsstunde im produzierenden Gewerbe und bei Dienstleistern kostet im Durchschnitt 33,40 Euro. Dies ist ein Anstieg von 2,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. In anderen Ländern der Eurozone wurden die Arbeitskosten pro Stunde nur um 1,3 Prozent teurer.

Baubranche mit Umsatzplus

Die Baubranche freut sich über Umsatzsteigerungen zu Jahresbeginn. Im Januar konnte die Branche mehr als sieben Prozent mehr einnehmen, als im Jahr zuvor. Besonders der Tiefbau freut sich über kräftige Umsatzanstiege. Allein im Straßen- und Schienenbau wurden 23 Prozent mehr Umsätze erzielt. Und auch im März konnte die Baubranche erfolgreich arbeiten. Die Stimmung im Wohnungs- und Wirtschaftsbau ist derzeit ebenso gut wie im Straßen- und Tiefbau. Dies liegt auch an stärkeren Investitionen aus der öffentlichen Hand. Besonders die Baubranche profitiert von den derzeit sehr niedrigen Zinsen. So entscheiden sich beispielsweise Investoren vermehrt für Anlagen in Immobilien, da andere Anlagealternativen zur Zeit weniger attraktiv sind.

Europäische Bankenaufsicht soll nach Deutschland kommen

Die Bundesregierung würde die Europäische Bankenaufsicht EBA und die Europäische Arzneimittelagentur EMA beim Eintritt des Brexit gerne von London nach Deutschland holen. Frankfurt könnte für die EBA ein optimaler Standort sein. Man geht davon aus, dass europäische Institutionen wie die EBA und die EMA nach dem Brexit nicht länger in London bleiben können, sondern in den EU-Raum umziehen müssen.

Nach aktuellen Zahlen des Marktforschungsunternehmens Gartner ging der weltweite PC-Markt im ersten Quartal 2020 um 2,4 Prozent zurück. Zum ersten Mal seit zehn Jahren wurden weniger als 63 Millionen Computer verkauft. Allein in Europa sankt der Absatz um fast sieben Prozent. Vor allem private Verbraucher kaufen weniger Computer und ersetzen ihre alten PCs immer seltener. Daher müssen sich viele Anbieter nun verstärkt auf Geschäftskunden konzentrieren.

USA

US-Handelsdekrete beunruhigen Deutschland und China

Kürzlich war der chinesische Präsident, der zwischenzeitlich auch zu Gast bei Donald Trump in den USA war, in Deutschland zu Gast. Deutschland und China warnten die USA vor protektionistischen Schritten. Die Bundesregierung wünscht sich zudem mehr Klarheit über die Außenhandelspolitik Donald Trumps. Donald Trump ordnete kurz davor mit zwei Dekreten an, zu untersuchen, wie die Überschüsse von China, Deutschland oder Japan in der Handelsbilanz der USA zustande kommen. Zudem möchte er wissen, wie sich Einfuhrzölle effektiv erheben lassen. Für Bundeswirtschaftsministerin Brigitte Zypries ist dies ein Warnsignal. Und auch das chinesische Handelsministerium forderte die USA auf, sich an internationale Regeln zu halten.

Weniger Autos in den USA verkauft

Im März wurden in den USA weniger Autos verkauft als erwartet. Zudem gab es hohe Rabattaktionen. Daher befürchten Experten und Unternehmen, dass der US-Automarkt an Schwung verliert. Nissan konnte beispielsweise zwar 3,2 Prozent mehr Absatz erreichen, gewährte aber pro Auto mehr als 400 Dollar mehr Rabatt als vor einem Jahr. Auch Verkäufer von Kleinlastern und SUVs mussten die Preise reduzieren. Bei Ford, Toyota und Fiat sanken die Absatzzahlen ebenfalls. Falls die Händler noch mehr Rabatte gewähren müssen, konnte dies zulasten der Gewinne der Autokonzerne gehen. Nach dem schwachen März blickt die US-Autobranche eher pessimistisch auf den weiteren Jahresverlauf.

US-Präsident Donald Trump sorgt sich aufgrund des starken Dollars. Einen Grund für die Stärke der Währung sieht er auch im Vertrauen der Menschen in seine Person. Trump appellierte an die Fed, bei weiteren Zinserhöhungen Vorsicht walten zu lassen, um den Dollar nicht noch stärker zu machen. Ein starker Dollar belastet vor allem die Exporte der US und verbilligt Importe aus anderen Ländern. Zudem rückte Trump in einem Interviews mit dem „Wall Street Journal“ von seiner teils massiven Kritik an FED-Chefin Janet Yellen ab und kann sich nun sogar eine zweite Amtszeit Yellens an der Spitze der Fed vorstellen.

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Geld- und Währungspolitik

EZB soll an Kurs festhalten

Notenbanker mehrerer europäischer Notenbanken haben sich für die Beibehaltung des Kurses der EZB ausgesprochen. So gibt es beispielsweise für Ewald Nowotny, dem Gouverneur der österreichischen Notenbank, zur Zeit keinen Anlass, von der Strategie abzuweichen. Auch die Kritik an der EZB sollte nach den aktuellsten Daten zur Preisentwicklung in Deutschland nachlassen, denn im März sank die Inflation in Deutschland erstmals seit einem Jahr wieder.

Der Fahrplan der EZB für das laufende Jahr sei im Wesentlichen festgelegt. Auf ihrer Zinssitzung im März bekräftigte die EZB, dass die Schlüsselzinsen auch nach dem Ende des Anleihenkaufprogramms sehr niedrig bleiben werden oder sogar weiter sinken könnten. Das sogenannte Tapering, also die Reduzierung der Wertpapier-Käufe bis auf Null, könnten nach Ansicht des niederländischen Notenbank-Chefs Klaas Knot nur dann vorgezogen werden, wenn sich die Wirtschaft besser entwickelt, als bislang gedacht. Derzeit entwickelt sich die Inflationsdynamik in der Eurozone noch nicht so, wie sich dies die EZB vorstellt.

EZB will flexibel bleiben

Trotz dem Festhalten an Niedrigzinsen und Anleihenkäufen will EZB-Direktor Benoit Coeure, dass die Europäische Zentralbank flexibel bleibt. Er sagte, dass Entscheidungen zur Änderung der geldpolitischen Erwartungen nicht auch automatisch bereits weitere Schritte festlegen. Veränderungen müssten sich erst bewähren. Welche Werkzeuge die EZB einsetzt und in welcher Reihenfolge hänge auch von den mittelfristigen Inflationsaussichten ab.

Regierungen sollten sich auf Zinswende vorbereiten

Der EZB-Direktor Benoit Coeure hat die europäischen Regierungen dazu aufgefordert, sich auf ein Ende der sehr niedrigen Zinsen einzustellen. Die Niedrigzinsphase darf seiner Ansicht nach nicht zu lange anhalten, sonst würden die Banken im Euroraum dadurch geschwächt. Noch immer liegt der Einlagensatz bei minus 0,4 Prozent. Damit wird ein Strafzins fällig, wenn Banken Gelder für eine Nacht an die EZB übergeben. Diese Niedrigzins-Politik bereitet Banken zunehmend Schwierigkeiten.

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Rückblick: Trading News vom 13. bis 27. April 2020

In Großbritannien sorgte Premierministerin Theresa May mit ihrer Ankündigung, für Juni vorgezogene Neuwahlen zu planen, für eine Überraschung. Sie möchte mit diesem Schritt wohl ihre Position im Hinblick auf die Anstehenden Brexit-Verhandlungen stärken. In Frankreich wurde bereits gewählt: Aus der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen ging der sozial-liberale Kandidat der Mitte Emmanuel Macron als Sieger hervor. Die Rechtspopulistin Marine Le Pen zog als Zweite ebenfalls in die Stichwahl ein.

Wirtschaft

EU

Neuwahlen in Großbritannien

Theresa Mays Neuwahl-Ankündigung wird von Ökonomen unterschiedlich bewertet. So hält Ifo-Präsident Clemenst Fuest ihre Ankündigung für einen cleveren Schachzug. Sie könnte mit einem klaren Wahlsieg in der Tat gestärkt in die Verhandlungen mit der EU eintreten. Andere Ökonomen wie DIW-Chef Marcel Fratzscher sehen in den Neuwahlen ein Risiko für May und befürchten Verzögerungen bei den Brexit-Verhandlungen. An den Finanzmärkten sorgte die Ankündigung allerdings zunächst für Verunsicherung. Investoren setzten kurzfristig auf sichere Anlagen und auch der britische Aktienindex FTSE 100 sank zunächst. Das britische Pfund konnte allerdings von Mays Ankündigung profitieren und legte deutlich zu. Dennoch ist die Währung noch immer mehr als 15 Prozent billiger als vor dem Brexit-Votum im vergangenen Sommer.

Minus im britischen Einzelhandel

Verunsicherung spürt auch der britische Einzelhandel. Im ersten Quartal des Jahres mussten die britischen Einzelhändler den größten Umsatzeinbruch seit sieben Jahren verkraften. Dies geht aus Zahlen des britischen Statistikamtes ONS hervor. Zwischen Januar und März sanken die Einnahmen um 1,4 Prozent im Vergleich zum letzten Quartal 2020. Als Grund werden die steigenden Preise in Großbritannien genannt. Infolge der Inflation im Land müssen besonders Familien einen starken Anstieg der Lebenshaltungskosten verkraften und senken daher ihre Ausgaben.

Wahlen in Frankreich

Nach der ersten Runde der Präsidentschaftswahlen in Frankreich zeigte sich die deutsche Wirtschaft erfreut über den Erfolg Emanuel Macrons. Auch in der Stichwahl ist er der Wunschkandidat. Macron steht für internationale Zusammenarbeit und offenen Welthandel. Die deutsche Wirtschaft hofft, dass unter Macron die Zusammenarbeit beider Länder weiterhin gut und stabil bleibt. Im vergangenen Jahr war Frankreich der zweitwichtigste Außenhandelspartner Deutschlands. Für Frankreich ist Deutschland das wichtigste Exportland. Zudem sind rund 2.500 deutsche Unternehmen mit über 330.000 Mitarbeiter in Frankreich tätig.

Sorgen vor Frankreich-Wahl

Vor der Wahl blickte die Welt mit Sorge auf den Ausgang der ersten Runde der französischen Präsidentschaftswahlen. So zeigte sich beispielsweise die Chefin des Internationalen Währungsfonds Christine Lagarde, selbst Französin, besorgt. Für die zweite Runde am 7. Mai liegt in Umfragen bislang Emmanuel Macron deutlich vorn.

Schweden will Bondmarkt ankurbeln

In Schweden gibt es Pläne für einen Staatsfonds nach norwegischem Vorbild. Das Ziel ist es, den schwächelnden Anleihenmarkt anzukurbeln. Derzeit ist die Staatsverschuldung so gering, dass es zu Problemen mit der Liquidität von Staatsanleihen kommen könnte. Daher sieht Finanzministerin Magdalena Andersson in einem Staatsfonds eine Möglichkeit, dies in den Griff zu bekommen. Das Ziel ist es, mehr Schuldpapiere der Regierung aufzulegen, um so das Angebot am Markt zu erhöhen. Gelder, die nicht für staatliche Ausgaben benötigt werden, würden so in den Fonds fließen. Schweden müsste aufgrund der geringen Verschuldung sogar einen Aufschlag an Anleger zahlen, wenn diese schwedische Anleihen halten. Daher wächst die Sorgen, dass Anleger ausblieben und die Kreditaufnahme, beispielsweise im Falle einer Bankenkrise, schwieriger wird.

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In Norwegen verwaltet der Staatsfonds etwa 860 Milliarden Euro und ist damit der größte dieser Art. Die norwegische Regierung sieht den Staatsfonds als „Versicherung“ wenn Öl- und Gasreserven auslaufen. Die schwedische Regierung plant bis 2020 mit einer Staatsverschuldung von 31 Prozent der Wirtschaftskraft. Damit ist Schweden deutlich geringer verschuldet als andere Euro-Länder, bei denen die Schuldenquote durchschnittlich bei 90 Prozent liegt.

Deutscher Aufschwung in Gefahr

Ökonomen warnen trotz der guten Konjunktur vor Risiken für die deutsche Wirtschaft. Die führenden Forschungsinstitute erhöhten zwar ihre Wachstumsprognose für das laufende Jahr auf 1,5 Prozent, warnten jedoch zugleich vor Gefahren. Weltwirtschaftliche Risiken wie der Ausgang der Präsidentschaftswahl in Frankreich könnten zu Risikoaufschlägen an den Finanzmärkten sorgen und letztendlich die Konjunktur belasten. Damit kreisen die Gedanken der Ökonomen derzeit mehr um politische Ereignisse als um die Konjunktur.

Portugal ab 2020 ohne neue Schulden

Portugal will bis zum Jahr 2020 schrittweise sein Defizit abbauen und ab 2020 ganz ohne neue Schulden auskommen. In diesem Jahr wird ein Minus des BIP von 1,5 Prozent erwartet, im kommenden Jahr von 1,0 Prozent. Im Rahmen eines Stabilitätsprogramms will die portugiesische Regierung zudem den Schuldenstand bis 2021 auf 109 Prozent des Bruttoinlandsproduktes reduzieren. In diesem Jahr liegt der Schuldenstand wohl noch bei 128 Prozent des Bruttoinlandsproduktes. Mit der portugiesischen Wirtschaft geht des derweil weiter nach oben. Die Wirtschaft wuchs nach der schweren Krise 2020 zuletzt drei Jahre in Folge.

Windstrom ohne Förderung

Erstmals muss die Windenergie-Branche in Deutschland ohne Subventionen auskommen. Dies könnte für sinkende Strompreise sorgen. Derzeit entstehen die ersten Windparks ohne die bisher übliche staatliche Förderung. Dennoch kann die Politik womöglich die Ökostrom-Ausbauziele anheben und damit den Netzausbau vorantreiben. Die Windenergie-Branche, gerade wenn es um Offshore-Windparks geht, zeigt sich sehr wettbewerbsfähig und überrascht damit sogar Experten. In Zukunft könnten einzelne Windparks ganz ohne Subventionen auskommen.

Europäischer Automarkt legt zu

Im März stiegen die Verkäufe auf dem europäischen Markt um 11,2 Prozent auf 1,89 Millionen Autos. Dies gab der Herstellerverband ACEA bekannt. Noch nie wurden in einem März so viele Fahrzeuge verkauft. Der Grund dafür sei aber die späten Osterfeiertage; im vergangenen Jahr wurde Ostern bereits im März gefeiert, dieses Jahr erst einen Monat später. Insgesamt konnten die Autoverkäufe zu Jahresbeginn im Vergleich zum Vorjahr um 8,4 Prozent zulegen.

Bessere Stimmung in italienischer Industrie

Das Barometer zur Messung der Stimmung der Industrie in Italien legte im April um 0,7 Punkte zu. Auch das gesamte Geschäftsklima verbesserte sich leicht. Die Verbraucherstimmung trübte sich dagegen etwas ein. Die italienische Regierung erwartet in diesem Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um 1,1 Prozent. Damit bleibt das Wirtschaftswachstum allerdings so schwach wie in kaum einem anderen Land in der Eurozone.

USA

Erneut große Übernahme in der US-Gesundheitsbranche

Der Medizintechnik-Hersteller Becton Dickinson (BD) gab bekannt, dass er für 24 Milliarden Dollar seinen Konkurrenten C R Bard übernimmt. Die Übernahme soll im Herbst abgeschlossen sein. Schon in den letzten Jahren machte die US-Medizintechnikbranche mit großen Übernahmen auf sich aufmerksam. So kaufte unter anderem im Januar der Pharmakonzern Abbott Laboratories den Hersteller St. Jude Medical für 25 Milliarden Dollar.

Im April ging das Vertrauen der US-Verbraucher deutlich zurück. Überraschend fiel das Barometer für Verbrauchervertrauen von 124,9 Punkte auf 120,3 Punkte, wie das Institut Conference Board bekannt gab. Experten hatten mit einem Stand von 122,5 Punkten gerechnet. Die Verbraucher in den USA schätzen ihre Lage damit schlechter ein als im Vormonat. Auch hinsichtlich ihrer Zukunftsaussichten sind sie skeptischer. Dennoch sind die Konsumperspektiven weiter positiv. In den USA ist der private Konsum für 70 Prozent der Wirtschaftsleistung verantwortlich.

Immobilienmarkt zieht an

Dagegen legt der US-Immobilienmarkt deutlich zu. Besonders die Zahl der Neubauverkäufe zeigt ein Plus. Im März wurden 5,8 Prozent mehr Neubauten verkauft, als im Februar. Mit 621.000 Einheiten ist diese die höchste Zahl seit acht Monaten. Experten hatten mit einem Rückgang der Neubauverkäufe gerechnet. Die gute Arbeitsmarktlage führt wohl dazu, dass mehr Amerikaner eine neue Wohnung kaufen.

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Geld- und Währungspolitik

Änderung des geldpolitischen Ausblicks der EZB im Juni möglich

Derzeit gibt es Gerüchte, dass die EZB im Juni ihre geldpolitische Haltung ändern könnte. Aktuelle Wirtschaftsdaten und die erste Runde der französischen Präsidentschaftswahl geben Anlass zu der Annahme, dass die EZB eine Verringerung ihrer Konjunkturhilfen anstreben könnte. Auch noch niedrigerer Zinsen oder eine Aufstockung der Anleihenkäufe könnten dann vom Tisch sein.

Wenn Emmanuel Macron auch aus der zweiten Wahlrunde als Sieger hervorgeht, könnte sich die EZB wieder mehr auf Themen wie Konjunktur und Inflation konzentrieren, da die politischen Gefahren geringer werden könnten. Auch die Entwicklung der Inflation im Euroraum könnte die weitere Arbeit der EZB beeinflussen.

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Rückblick: die wichtigsten News vom 2. bis 16. März 2020

Am 15. März fand in den Niederlanden die erste richtungsweisende Wahl im „europäischen Superwahljahr“ statt. Amtsinhaber Mark Rutte von der Volkspartei für Freiheit und Demokratie konnte sich deutlich gegen den Rechtspopulisten Geert Wilders durchsetzen. Am selben Tag erhöhte die US-Notenbank wie erwartet den Leitzins auf 0,75 bis 1 Prozent. In Deutschland beschäftigt zudem vor allem die Debatte um den Diesel-Skandal die Nachrichten. Und während in Berlin gerade die internationale Tourismusmesse ITB zu Ende ging, bereitet sich Hannover auf die CeBIT vor.

WIRTSCHAFT

EU

Griechische Wirtschaft stark geschrumpft

Ende 2020 schrumpfte die griechische Wirtschaft dreimal so stark wie bislang angenommen. Zwischen Oktober und Dezember sankt das Bruttoinlandsprodukt um 1,2 Prozent im Vergleich zum vorangegangenen Quartal. Als Gründe für die Schwäche zum Jahresende werden geringere Staatsausgaben und sinkende Exporte genannt. Dennoch sieht Regierungschef Alexis Tsipras sein Land weiterhin auf dem Weg der Erholung und blickt positiv auf das laufende Jahr. Er sagte, Prognosen signalisierten, dass die griechische Wirtschaft in diesem Jahr außerordentlich hohe Wachstumsraten erzielen wird. Dennoch schwächelt die Wirtschaft des Landes weiterhin. Unter anderem ist die Arbeitslosenquote weiterhin doppelt so hoch wie im Rest der Eurozone.

Griechische Wirtschaft 0,1 Prozent schwächer

Die gesamte griechische Wirtschaft ist 2020 um 0,1 Prozent gesunken, wie verschiedene Daten nahelegen. Bislang ging man noch von einem Wachstum von 0,3 Prozent aus. Dennoch traut auch die EU-Kommission der griechischen Wirtschaft eine Erholung zu. Man erwartet, dass das BIP im diesem Jahr um 2,7 Prozent steigen wird. Zudem hofft man, dass Griechenland in diesem Jahr an den Kapitalmarkt zurückkehren kann. Die Gespräche mit den Geldgebern über den technischen Teil zur Umsetzung von Reformen sollen bis zum 20. März abgeschlossen sein. Von diesen Verhandlungen ist die Zahlung von weiteren Tranchen aus dem Rettungspaket abhängig. Weiterhin ist unklar, ob sich der IWF daran beteiligt.

36 Prozent des Konsumetats für Wohnen

Die Deutschen geben 36 Prozent ihres Konsumetats fürs Wohnen aus. Damit müssen die Menschen in Deutschland über ein Drittel ihres Budgets für Wohnen, Energie und Wohnungsinstandhaltung aufwenden. Im Durchschnitt zahlen die Deutschen dafür 859 Euro im Monat wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Damit sind die Ausgaben für Wohnen die höchsten Konsumausgaben, die insgesamt durchschnittlich bei 2.391 Euro liegen. Je größer der Haushalt ist, umso kleiner ist der Anteil. Einpersonenhaushalte müssen rund 41 Prozent (628 Euro) für Wohnen aufbringen. In Haushalten mit mehr als vier Personen werden durchschnittlich 33 Prozent (1.183) Euro ausgegeben. Nach den Ausgaben für das Wohnen liegen die Ausgaben für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren mit 14 Prozent auf Platz zwei der Liste der Konsumausgaben der Deutschen.

Weniger Dieselverkäufe in Deutschland

Seit einigen Wochen bestimmen Meldungen rund um Dieselfahrverbote und den Dieselskandal bei VW die Nachrichten. Diese negativen Meldungen aus der Autobranche wirken sich nun auch auf die Autoverkäufe in Deutschland aus. Unter den neu zugelassen Autos in Deutschland waren 3,8 Prozent weniger Diesel-Fahrzeuge. Mehr als die Hälfte der Neuwagen waren damit Benzinfahrzeuge. Vor allem Dieselfahrzeuge, die die derzeit strengste Abgasnorm, die Euro 6-Norm, nicht erfüllen, sind von vorgesehenen Fahrverboten, die unter anderem die Stadt Stuttgart angekündigt hat, betroffen. Und auch in anderen Großstädten wird über Fahrverbote diskutiert. Dies könnte den Marktanteil von Diesel-Fahrzeugen weiter senken. Auch in anderen Ländern wie Frankreich und Spanien nimmt der Anteil der Diesel-Neuzulassungen ab. Darüber hinaus ging der gesamte Autoabsatz in Deutschland erstmals seit Oktober 2020 zurück. Besonders VW büßte erneut ein.

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Firmenpleiten auf tiefstem Stand seit 17 Jahren

Dank der guten Konjunktur ist die Anzahl der Firmenpleiten derzeit sehr niedrig. Im vergangenen Jahr mussten rund 21.500 Unternehmen Insolvenz anmelden. Dies waren knapp sieben Prozent weniger als 2020 und der tiefste Wert seit 1999, als die Insolvenzordnung eingeführt wurde. Allerdings wuchs der gesamtwirtschaftliche Schaden, der durch die Firmenpleiten entstand, da auch viele größere Unternehmen im vergangenen Jahr aufgeben mussten. Besonders spürbar war dies im traditionellen Einzelhandel und bei Modeunternehmen. In diesen Branchen verändert sich das Konsumverhalten derzeit spürbar, da sich viele Käufe ins Internet verlagern. Zudem stehen Einzelhändler in einem harten Konkurrenzkampf mit großen, internationalen Ketten wie H&M. Prominente Beispiele für Insolvenzen aus der jüngsten Vergangenheit sind die Kölner Einrichtungskette Butlers und die Warenhauskette Strauss Innovation.

USA

US-Einreisepläne schrecken Touristen ab

Donald Trump kündigte an, einen neuen Einreisestopp auf den Weg zu bringen. Zu den Änderungen im Vergleich zum gestoppten Einreisedekret von Ende Januar gehören unter anderem, das die Anzahl der betroffenen Länder von sieben auf sechs Länder reduziert wird. Einreisende aus dem Irak wurden vom Einreisestopp ausgenommen. Doch auch dieser Einreisestopp wurde einen Tag vor dem Inkrafttreten von US-Bundensrichtern vorläufig gestoppt.

Dennoch schrecken die Pläne von Trump Touristen ab. Das Analysehaus Forwardkeys, dass pro Tag 16 Millionen Flugreservierungen auswertet, sagte, dass vor allem bei Flügen aus dem Nahen Osten ein deutlicher Rückgang spürbar sei. Darüber hinaus sind die Flüge für die nächsten drei Monate um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgegangen.

Suchanfragen zu US-Reisen sinken

Vor dem ersten Einreisedekret im Januar reisten noch 3,4 Prozent mehr Menschen in die USA. Andere Zahlen wie Angaben des Reise-Webseitenbetreibers Kayak besagen, dass die Suchanfragen für USA-Reisen aus europäischen Ländern seit der Wahl Donald Trumps um zwölf Prozent abgenommen haben. Deutschland sei hiervon jedoch nicht betroffen. Hierzulande wurden zehn Prozent mehr Suchanfragen gestellt. Neben den politischen Unsicherheiten könnten aber auch Währungsschwankungen den Rückgang der Flugbuchungen beeinflussen. Das Thema Reisen in die USA war auch Thema auf der Internationalen Tourismusmesse ITB, die Anfang März in Berlin stattfand.

Job-Boom in den USA

Wie der Arbeitsvermittler ADP mitteilte, entstanden im Februar in den USA 298.000 neue Stellen. Dieser Zuwachs ist das größte Plus seit Dezember 2020. Experten zeigten sich von den Ergebnissen der ADP-Umfrage überrascht, da nur ein Zuwachs von 190.000 Arbeitsplätzen erwartet wurde. Das Stellenplus erhöht die Wahrscheinlichkeit einer baldigen Zinserhöhung. Nach der Bekanntgabe der Zahlen stieg die Wahrscheinlichkeit einer Zinserhöhung bei der Sitzung der Fed am 15. März auf 91 Prozent.

Wie erwartet Zinserhöhung in den USA

Wie erwartet unternahm die US-Notenbank Fed einen weiteren Schritt zur Straffung ihrer Geldpolitik. Sie erhöhte den Leitzins, zu dem sich amerikanische Banken untereinander Geld leihen können, wie erwartet um 0,25 Punkte auf 0,75 bis 1 Prozent. Die anhaltend gute Situation auf dem Arbeitsmarkt sowie die anziehende Inflation gaben den Ausschlag für die erneute Zinserhöhung. Dies hat jedoch zur Folge, dass der Dollar im Vergleich zum Euro und anderen Währungen weiter zulegen wird. Für die US-Wirtschaft könnte dies zur Folge haben, dass sich US-Exporte verteuern werden und damit das Wachstum gebremst wird. Dennoch begrüßten die meisten Experten diesen Schritt. Er sei ein richtiger Schritt auf dem Weg zur Normalisierung des Zinsumfelds. Da die EZB derzeit einen völlig anderen Weg verfolgt, als die Fed geht die „Zinsschere“ zwischen der Eurozone und den USA weiter auseinander. Dies könnte auch dazu führen, dass die Kritik an der EZB weiter wächst.

GELD- UND WÄHRUNGSPOLITIK

Leitzinsen noch länger extrem niedrig

Die EZB will die Leitzinsen im Euroraum noch länger sehr niedrig halten. Die Schlüsselsätze werden sich wohl auch lange nach dem Ende des Anleihen-Kaufprogramms der EZB nicht verändern und könnten sogar noch weiter sinken. Schon seit März 2020 liegt der europäische Leitzins bei 0,0 Prozent. Zudem will die EZB trotz der Kritik – vor allem aus Deutschland – mindestens bis Jahresende ihr Anleihenkaufprogramm weiterführen. Allerdings soll ab April der monatliche Umfang auf 60 Milliarden sinken. Dennoch behält sich die EZB vor, ihre Anleihenkäufe in Dauer um Umfang wieder auszuweiten, sollte sich die Wirtschaft eintrüben.

Üben auf dem Demokonto.

Schweizer Notenbank in Sorge wegen Fankreich-Wahl

Die Schweizer Nationalbank befürchtet Währungsturbulenzen durch die anstehende Präsidentschaftswahl in Frankreich. Die Notenbank will eine weitere Aufwertung des Franken mit allen Mitteln verhindern. Dafür setzt sie weiterhin auf Negativzinsen, die bereits bei -0,75 Prozent liegen, sowie auf Eingriffe in den Devisenmarkt in Milliardenhöhe. Angesichts der Unsicherheit rund um die Wahlen in Frankreich ist es der Notenbank wichtig, geldpolitische Maßnahmen zu ergreifen und so eine Stabilisierung zu erwirken.

Franken als sichere Anlage in Krisenzeiten

Der Hintergrund ist, dass der Schweizer Franken gerade in Krisenzeiten als sichere Geldanlage gilt. Schon seit der Finanzkrise 2008 ist er stetig im Aufwind. Dies verteuert jedoch Schweizer Waren. Die anstehende Wahl in Frankreich, bei der der rechtspopulistischen Kandidatin Marine Le Pen gute Chancen eingeräumt werden, ist erneut eine Krisensituation. Ängste, dass die Eurozone auseinanderfallen und der Euro an Wert verlieren könnte, weiten sich aus. Das Ziel ist es, den Franken für ausländische Investoren unattraktiv zu machen. Die Zinserhöhung der Fed spielt der Schweizer Nationalbank in die Hände. Der Dollar wird so im Vergleich zu anderen Währungen interessanter für Anleger.

Markttechnische Betrachtung

Tageschart des S&P500

Nachdem die FED gestern die Leitzinsen erhöht hatte, kam es an den weltweiten Märkten zu ordentlichen Kursgewinnen. Bekanntermaßen haben politische Börsen jedoch kurze Beine, sodass es heute bereits wieder zu fallenden Kursen kam. Lediglich der DAX hielt sich wacker über der psychologisch wichtigen Marke von 12.000 Punkten. Der S&P500 hingegen konnte auch gestern kein neues Hoch markieren und es bleibt abzuwarten, wie sich der Kurs weiter entwickeln wird. Es ist denkbar, dass der Kurs weiter fällt und eine SKS bestätigt werden würde. Dagegen spricht jedoch der MACD, den man im untern Teil des Charts sehen kann. Hier deuten sich sogar steigende Kurse an, nämlich wenn der MACD seine Nulllinie nach oben durchkreuzen würde. Bis dahin ist jedoch noch etwas Luft und der Kurs für Markttechniker quasi im Luftleeren Raum. Für uns heißt es daher Füße stillhalten und auf eindeutige Signale warten.

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